Les Traboules – zu Fuß durch Lyons Hinterhöfe

Wer sich in Lyon bei dem derzeit sehr schönen Wetter körperlich verausgaben möchte, hat mehrere Möglichkeiten: Z.B. mit dem Leihfahrrad Vélo’v eine Stadtrundfahrt wagen, in eines der vielen Schwimmbäder in Lyon oder Villeurbanne gehen oder einen Marsch auf die Höhen des Stadtviertels Croix Rousse (4. arrondissement) durch die legendären Traboules machen.

hinweis-traboules.gifTraboules sind Hausdurchgänge, die (meist) zwei parallel liegende Straßen verbinden. Dabei wird der muntere Spaziergänger über Hinterhöfe, Treppen und Gassen geleitet.

Die Lyoner Traboules dienten ursprünglich den auf der Croix Rousse ansässigen Seidebetrieben dazu, ihre Waren auf schnelle Art in die Innenstadt zu liefern. Zur Zeit der Résistance wurden sie als geheime Durchgänge benutzt, um sich ungesehen von Gestapo und SS von einem Ort zum anderen zu bewegen.

durchgang-traboules-cour-voraces.gifHeute haben diese Durchgänge (Beispielfoto rechts, bitte auf das Bild klicken zum Vergrößern) vor allem touristischen Charakter. So gibt es mittlerweile einen ausgeschilderten Parcours, durch den man sich zu Fuß von Traboule zu Traboule (auch “trabouler” genannt) auf das Croix Rousse Plateau begeben kann. Der Parcours beginnt auf der Place des Terreaux. Selbstverständlich kann man den Weg auch von der Croix Rousse heruntertraboulieren. Aber ich finde, ein bisschen Anstrengung muss schon dabei sein ;-)

Zum Traboulieren halte man sich also an die Schilder (s. erstes Bild links in diesem Artikel), die den Weg mit Pfeilen andeuten. Dabei sollte man schon sehr genau hinsehen, um den richtigen Hauseingang zu wählen.

cour-des-voraces.gifDer berühmteste Innenhof ist die Cour des Voraces (zweites Bild auf der linken Seite, bitte darauf klicken, um es in voller Größe zu sehen), die sich am Ende des Rund- oder vielmehr Hochgangs nahe der Place Colbert im 4. arrondissement befindet. Zu Zeiten des Lyoner Lichtfestes Fêtes des Lumières werden hier sehenswerte Lichtspektakel vorgeführt.

Nach getaner Marscharbeit belohnt zum einen eine schöne Aussicht auf Rest-Lyon und zum anderen eine der vielen Kneipen, in der man sich abkühlen kann. Die Anwohner der Croix Rousse habe ich stets als sehr nette und umgängliche Menschen erlebt, die einen gerne ins Gespräch verwickeln.

Dieses Viertel finde ich eines der schönsten von Lyon und werde ihm daher demnächst einen eigenen Artikel widmen.

Quelle Fotos: Selbstgemacht

ist seit ihrer Kindheit an Medien interessiert: Zunächst gestaltet sie die Mini-Zeitung, die sie unter ihren Klassenkameraden verbreitet. Auch mit kleinen, privaten Radiosendungen hält sie ihre Nachbarn und Freunde bei Laune.

Im Jahr 2000 macht sie ein Praktikum bei der Badischen Zeitung und tastet sich an den Beruf des Journalisten heran.

Nachdem sie das Internet als neues Medium für sich entdeckt, startet sie 2006 diesen Blog, um über ihr Leben als Deutsche in Frankreich zu erzählen.

Kurz darauf (2007) launcht sie ihre professionellen Blogs zum internationalen Online-Recruiting (www.online-recruiting.net) und 2011 Social Media Recruiting (www.socialmedia-recruiting.com).

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