Out of Lyon - Urlaub auf Kreta 28.05. bis 04.06.2007

crete-plakias.JPGHolà, nun habe ich es endlich geschafft, die Rubrik “off-topic” einzuweihen und werde nun in kürzester Breite von meinem ersten Urlaub auf Kreta berichten. Infos zu Lyon, nämlich zu seinem Flughafen St. Exupéry und zu einer etwas anderen Reiseagentur, gibt’s hier trotz off-topic.

Diese einwöchige Reise wurde von dem gemeinnützigen Reiseveranstalter Arvel (Association de Rencontres, de Voyages, d’Etudes et de Loisirs) angeboten und führte uns in das kleine Badeörtchen Bali (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Insel bei Indonesien). Bali liegt zwischen Heraklion - wo unser Flieger landete - und Rethymnon.

Zum Lyoner Flughafen Saint Exupéry (benannt nach dem aus Lyon stammenden Autor des “Kleinen Prinzen”) gelangten wir dank der Navette, des Shuttlebusses, der zwischen 5 Uhr morgens und 23 Uhr abends alle 20 Minuten von den großen Verkehrsknotenpunkten in der Innenstadt aus zum Flughafen fährt.

Untergebracht waren wir im familiengeführten Hotel “Xidas Garden“, das sehr reizvoll und etwas abgelegen auf einem Hügel liegt. Das Essen fanden wir alle sehr in Ordnung. Mir ist nicht ganz klar, weshalb deutsche Reisende auf diversen Internetseiten die mangelnden Auswahlmöglichkeiten beanstandeten. In einem gebe ich den Urlaubern jedoch recht: Der so genannte “Orangensaft” - der eher einer angerührten Brause ähnelte - ist nicht zu empfehlen. Dafür aber der griechische Joghurt oder auch der frisch gepresste Orangensaft an der Bar.

Mit einem im Voraus gemieteten Auto (war leider eine ziemlich alte Klapperkiste, die auf den letzten Metern zum Rückflughafen beinahe den Geist aufgegeben hätte) erkundeten wir hauptsächlich den nordwestlichen Teil der Insel, wobei wir auf den sehr holprigen Straßen nach Hania (venezianischer Hafen und sehr günstige Lederwaren), Plakias (Palmenbucht), Knossos (archäologische Überreste aus der Zeit der Minoer, die z.T. rekonstruiert wurden), Anogia (kleines Bergdorf, bekannt für seine Textilwirtschaft, wobei jedoch kaum eigenhändig gefertigten Waren angeboten werden), Archanes (kleines Weindorf, in dem es viele gute Tavernen gibt) und Rethymnon tuckerten.

resto-innen.JPGFür Wanderfreaks ist die Samaria-Schlucht interessant, wobei hier gerade von Bali aus mit einem Anfahrtsweg per Bus von über zweieinhalb Stunden, sechs bis sieben Stunden ordentlichem Fußmarsch und wiederum zweieinhalb Stunden Rückweg gerechnet werden muss. Damit beginnt die Wanderexkursion morgens um kurz vor fünf und endet abends um 22 Uhr.

Mit einigen Kretern kamen wir auf sehr nette Weise in Kontakt: So las mir beispielsweise ein kretischer Ober meine Zukunft aus dem Kaffeesatz eines typisch griechischen Kaffees (wird hier nicht verraten!!!). Und wir wurden sehr spontan von einer Ladenbesitzerin auf Bali zu einer Überdosis an Raki - dem kretischen Weinschnaps - eingeladen, was uns alle vier für den Rest des Tages lahmlegte.

Ansonsten haben sich in Kreta, insbesondere rund um Bali, einige Deutsche niedergelassen. So trafen wir z.B. einen ausgewanderten Münchner, der in Bali einen Minigolfplatz samt Biergarten eröffnet hat. Dort bietet er neben den bekannten deutschen Biermarken auch ein auf Kreta gemäß deutschem Reinheitsgebot gebrautes Ökobier an. Schmeckt mir zu süß, finde ich aber eine geniale Idee.

E viva Esmeralda!

Quelle Fotos: Selbstgemacht (Foto 1: in der Nähe von Plakias, Foto 2: Innenansicht eines kretischen Restaurants)

Besuch in Disneyland Paris

citrouille.gifIn Lyon zu leben hat viele Vorteile: Dank des TGV ist man sehr schnell an sehr schönen Orten. In rund zwei Stunden kann der geneigte Reiselustige nach Montpellier ( Meer!!!), Avignon (Provence), in den Massif Central, die Alpen oder gar nach Genf fahren.

Unser Ziel vergangenes Wochenende war Disneyland Paris, das ebenfalls mit dem technischen Wunderwerk TGV in zwei Stunden erreicht werden kann. Hierbei muss der Bahnhof “Marne la vallée - Chessy” angefahren werden.

eva-disney.gifSamstag hieß es also, morgens früh raus (fünf Uhr!!! Für mich als be- kennende Morgen- mufflerin eine echte Herausforderung) und um 6.20h in den Zug springen (da ist echt was los um diese Uhrzeit, naja, ok, der Zug fährt nicht nur bis Disneyland sondern weiter nach Lille, und von dort geht’s ruckzuck im Eurostar nach London).

buzz.gifAm Zielort angekommen, fielen wir aus dem Zug nahezu direkt ins Disneyland. Kurz in unser Hotel eingecheckt (im malerischen Disney Village, aus dem schon früh am Morgen amerikanische Hits aus Lautsprechern hallen) und dann ab in den Park. Da wir pünktlich zur Öffnungszeit (9 Uhr) da waren, konnten wir die am heißesten begehrten Fahrgeschäfte ohne lange Wartezeiten erledigen: Peter Pan (nett :-), Dumbo der fliegende Elefant (morgens um die Zeit sogar schwindelerregend!) und auch Pirates of the Caribbean (die Ausstattung dort war übrigens die Grundlage für den Filmdreh über Jack Sparrow und Konsorten).

Mein persönliches Highlight war jedoch die neue Anlage von Buzz Lightyear, da wir dort nicht nur passiv in unseren Kabinen saßen sondern aktiv am Geschehen teilnehmen konnten: mit “Laserpistolen” mussten wir auf alle blinkenden “Z” zielen. War ein Riesenspaß!

Und: ich habe natürlich auch das U-Boot Nautilus entdeckt und erkundet!nautilus-disney.gif

Dann noch eine Fahrt auf dem Mississippi Dampfer (namens Mark Twain :-) und ein Besuch in dem “Manoir hanté” (Spukhaus), von dem ich ziemlich enttäuscht war. dampfer.gif

Um 16 Uhr gab es dann in Halloween- Manier (der ganze Park war übrigens mit Riesenkürbissen geschmückt) eine Parade der Disney-Bösewichte.

bruce.gifAm zweiten Tag gingen wir in die Disney Studios, die direkt neben dem Park liegen (Tipp: Geht niemals an einem Sonntag in den Disneypark!!!). Dort ist etwas weniger los, da er kleiner ist und weniger Fahr- Attraktionen aufweist. Dennoch wird es ab Juni 2007 eine tolle Neuigkeit geben: Toon City mit einer Achterbahn aus “Findet Nemo”.

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  • Bilderquelle: eigene Fotos