Der Beaujolais Nouveau kommt wieder

beaujolais-nouveau-2007.jpgAlle Jahre kommt er wieder: der Beaujolais Nouveau. Wie immer wird er weltweit am dritten November Donnerstag ausgeschenkt. Dieses Jahr fällt dieser auf den 15. November. In meinem letztjährigen Blogbeitrag habe ich einige interessante Informationen zusammengefasst, die im Jahre 2007 noch immer gültig sind.

Eine kleine Neuerung gibt es dieses Jahr dennoch. Der Beaujolais hat seinen eigenen Blog. Feine Sache. Dort gibt es Neuigkeiten und Details in Echtzeit. Besonders gut finde ich den Artikel zur Verladung der Paletten auf dem Lyoner Flughafen St. Exupéry. Laut jenem sind mehr als 15 Unternehmen am internationalen Versand des Festweins beteiligt. Zudem wurde speziell für das Event ein provisorischer Parkplatz für Lastwagen eingerichtet.

Zum Transport werden 600 Lastwagen, acht Großraumflugzeuge des Typs Boeing 747 oder Antonov 124 eingesetzt, um die 6.000 Tonnen Beaujolais ins Ausland (vor allem nach Japan) zu karren.

Na dann, Prost!

Fünf Jahre Lyon - ein Rückblick

blick-fourviere-lyon.JPGHeute ist es genau fünf Jahre her, dass ich nach Lyon gekommen bin. Damals war ich für ein halbes Jahr als ERASMUS-Studentin an der Universität Lyon III Jean-Moulin eingeschrieben. Nach meinem in Deutschland beendeten Studium bin ich 2004 zurück nach Lyon gegangen, um dort zu arbeiten - was ich heute auch immer noch tue.

Zeit für einen kleinen, teilweise nostalgischen, Rückblick, vor allem zu meinem ERASMUS-Aufenthalt. Denn in den sechs Monaten Uni-Austausch habe ich in Lyon

  • dank meiner Studienkollegin Nathalie, mit der ich netterweise mit dem Auto nach Lyon gefahren bin, sofort eine Kostprobe von den unergründlichen und unzähligen Einbahnstraßen bekommen
  • mich aber trotzdem so gut wie nie zu Fuß verlaufen
  • trotz meines fortgeschrittenen Studiums der französischen Sprache feststellen müssen, dass es mir nur selten gelang, ein Wort dieser Sprache zu verstehen
  • am eigenen Leib erfahren, wie man sich fühlt, wenn man als Ausländer für Papiere stundenlang bei Behörden anstehen muss (dabei hatte ich es als EU-Bürger vergleichsweise bestimmt noch ziemlich einfach)
  • meine Vorliebe fürs Brücken Überqueren entdeckt, vor allem die Rhône Brücken, denn da kann man oftmals die Alpen in der Ferne ausmachen
  • eine meiner schönsten Geburtstagsparties gefeiert, und das mit Menschen, die ich noch nicht lange kannte
  • bei der Biennale de la Danse auf der Place des Terreaux mit mexikanischen Studenten Salsa getanzt
  • den wohl verrücktesten Bierkenner und -trinker aus Canada kennen gelernt, der zudem einen ausgeprägten Faible für die Kultur des französischen klassischen Jahrhunderts hat
  • weltoffene und europäisch-denkende Briten getroffen, was in sich schon einen Widerspruch darstellt :-)
  • verstanden, weshalb französische Studenten nie (Frei-)Zeit haben (oder sich diese nehmen?)
  • das französische Ritual und savoir-faire beim Essen kennen und schätzen gelernt
  • gemerkt, dass Franzosen nicht unbedingt dem Ideal entsprechen, das ihnen von außen angedichtet wird
  • gelernt, dass ich mich in Supermärkten auf lange Warteschlangen und -zeiten einstellen muss
  • festgestellt, dass, wenn man ein Halbes (Bier) - un demi - bestellt, lediglich 250 ml dieser Flüssigkeit serviert werden
  • kurzum, einen neues, positiveres Nationalbewusstsein erlangt und eine verdammt gute Zeit verbracht

Ach ja, und studiert habe ich nebenher natürlich auch noch: Das Leben, das Land, die Leute, die Kultur und natürlich - deswegen war ich ja da - die Sprache.

Restaurants in Lyon - Ab 15 Euro aufwärts

Nach meinem ersten Beitrag zu einigen besuchenswerten Restaurants für kleinere Budgets, folgt heute (endlich) der zweite Teil. Dieses Mal mit einer Auswahl an Gasthäusern der mittleren Preisklasse:

Fubuki - japanisch, Tepanyaki, Sushi

restaurant-fubuki-lyon

Dazu fallen mir nur drei Worte ein: Lecker, super gut, beeindruckend!

Wenn ich dort essen gehe, setze ich mich immer an die “table chauffante“, das ist eine Art Riesenkochplatte, an der vor den Augen der Gäste gekocht wird. Die Kochzeremonie ist ein echtes Spektakel, da der Koch gekonnt mit Messer, Salz- und Pfefferstreuer hantiert, diese ab und an durch die Luft wirbelt und zwischendurch auch mal zum Spaß eine Garnelenflosse über den Tisch oder direkt in seine Kochhaube fliegen lässt.

Schon Hunger bekommen? Reservieren ist sinnvoll, da dieses Restaurant sehr klein und meistens gut besucht ist.

 

Adresse:
17 Rue Gentil
69002 Lyon
Metro Station Hôtel de Ville oder Cordeliers
Tel. : +(33) 4 78 30 41 48

 

Cuisine au Wok - chinesisch à la Paul Bocuse

restaurant-cuisine-au-wok-bocuse.jpgWer einmal chinesische Kochkunst nach Paul Bocuse Manier probieren möchte, ist hier genau richtig. Der Küchenchef hat sein Diplom am Bocuse Institut abgelegt und erfreut seine Gäste mit einzigartigen Wok-Gerichten. Das Restaurant ist komplett rauchfrei, und das Ambiente ist sehr ruhig. Unter der Woche wird eine vergünstigte Mittagskarte angeboten. Der Kellner ist professionell und erklärt gerne jedem Gast den chinesischen Rechenschieber, der auf einem der Tische ausliegt. Leider habe ich seine Ausführungen schon längst wieder vergessen. Aber ich gehe ja bestimmt bald wieder dort essen :-)

Adresse:
3 rue Plat, 69002 Lyon
Metro Haltestelle: Bellecour
Tel.: +33 478 42 13 86

Cuisines et Dépendances: Fisch essen in Edelatmosphäre

restaurant-cuisine-et-dependances.jpgEin Muss für alle Fischesser! Das Restaurant ist winzig klein (einige Tage vorher reservieren ist Pflicht!), mit schwerem Mobiliar ausgestattet und eher dunkel gehalten. Das Essen wird nach moderner Art auf großen Tellern mit minimalem Inhalt serviert und mit allerlei Sößchen und Blättern optisch aufgemotzt. Ist aber alles wunderbar fein, und satt wird man alle Mal. Wie es bei etwas edleren Gasthäusern gebräuchlich ist, kommt der Chefkoch nach getaner Arbeit aus seiner Küche und unterhält sich mit seinen Gästen über das Essen.

Wie bereits erwähnt, reservieren, vor allem zum Wochenende hin, ist dringend zu empfehlen.

Adresse:
46 Rue Ferrandière
69002 Lyon
Metro Haltestelle Cordeliers
Tel :+33 4 78 37 44 84

 

Rouge Tendance: Internationale Gerichte mit Hang zum Wok

rouge-tendance-lyon.gifDieses Restaurant sieht sich als Spezialist für internationale Küche und bietet allerlei Gerichte aus verschiedenen Ländern an. Hier möchte ich jedoch kurz anmerken, dass der Akzent bei aller Liebe zur Internationalität auf amerikanischen Burgern, Spare Ribs und auf einigen Schlagern aus Italien und Thailand liegt. Denn die wirkliche Hauptattraktion sind die Wok-Köche, die die von den Gästen selbst ausgesuchten Zutaten vor deren Augen zubereiten. Die eine oder andere Stichflamme kann einem dann schon mal das Herz in die Hose rutschen lassen :-) Rouge Tendance habe ich jedes Mal als proppenvolles Restaurant erlebt. Die Klientel ist sowohl von Leuten, die als branchés (modebewusst, ein wenig yuppie-mäßig) bezeichnet werden können, als auch von jungen Familien geprägt. Das Wok-Spektakel sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

In Lyon gibt es zwei Adressen dieses In-Restaurants, wobei ich die Lokalität im 8. Arrondissement bevorzuge.

Adressen:
74 boulevard Jean XXIII, 69008 Lyon
Tel: +33 4 78 00 15 15
Metro Haltestelle: Grange Blanche
Tram Haltestelle: Bachut, Mairie du 8ième

Part Dieu
Placette Bouchut, 69003 Lyon
Tel: +33 4 72 84 40 40
Metro Haltestelle: Part Dieu

Internet: www.rougetendance.fr

Sommerloch - vacances d’été

maxime-meer.jpgDieser Post ist ursprünglich vom letzten Jahr von meinem “alten” Blog, aber er ist im Jahre 2007 in leicht abgeänderter Form immer noch gültig ;-) Vielen Dank an dieser Stelle an Valérie und Fred, die mir das Foto von Maxime im Urlaub in Tunesien freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Merci beaucoup pour la photo!!! Elle est géniale et vous aurez une bonne bouteille de vin (de table, comme convenu avec Fred, héhé) en retour.

Genau genommen zählt ein französisches Kalenderjahr lediglich 10 Monate. Alle Anstrengungen sowohl geschäftlicher als auch schulischer Art konzentrieren sich auf die Zeitspanne Anfang September bis Ende Juni. Das gilt für das gesamte Land im Allgemeinen und für im Lyon im Speziellen. Während andere französische Städte in dieser Periode von Unmengen von Touristen heimgesucht werden, gleicht Lyon eher einer Geisterstadt als einer pulsierenden Metropole.

Dieser Umstand hat jedoch auch seine Vorteile: Es fahren weniger lärmende Autos auf den Straßen, und ich bekomme endlich jeden Tag einen sicheren Sitzplatz in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Ab Anfang September ist das Geschichte, denn da strömen Studenten erneut zuhauf an die Fakultäten und rauben mir die letzte Möglichkeit meines erholsamen morgendlichen Minutenschlafs vor dem Arbeitstag. Also werde ich dann wieder zum regelmäßigen Leser der kostenlosen Morgenzeitungen, die zwischen Juli und Ende August ebenfalls ihre Sommerpause einlegen.

Auch bei der Arbeit sind die Auswirkungen der Sommerferien spürbar: Nicht nur, dass wir im Sommer - zumindest auf dem Papier - weniger Wochenstunden zu arbeiten haben, wir werden auch von unserem Chef sehr freundlich und eindrücklich darauf hingewiesen, wir sollten doch bitte einen Großteil unseres Jahresurlaubs im Juli und August in Anspruch nehmen. Für den französischen Teil unserer Kollegen macht dies auch durchaus Sinn.

Für mich, die ich zwar in Lyon wohne, aber mich doch auch ab und an als Touristin fühle, sind die Sommermonate in dieser Stadt ideal: Endlich keine überfüllten Geschäfte, Bars und Metros. So macht’s noch mehr Spaß!

ERASMUS in Lyon - Erfahrungsbericht in der DAAD Publikation Generation ERASMUS

generation-erasmus-cover.gifEnde letzten Jahres wurde ich vom DAAD eingeladen, einen Erfahrungsbericht über meinen ERASMUS-Aufenthalt in Lyon zu verfassen. Das europäische, akademische Austauschprogramm ERASMUS plante zu dem Zeitpunkt die Publikation “Generation ERASMUS” im Rahmen der Feierlichkeiten seines 20-jährigen Bestehens.

Ich freute mich sehr über die Möglichkeit, zukünftigen Austauschstudenten von meinen Erlebnissen in Lyon während meiner Studienzeit 2002-2003 berichten zu dürfen.

Die Veröffentlichung ist nun auch im Netz als PDF herunterladbar. Mein Artikel befindet sich am Ende des Buches (da mein Familienname praktischerweise mit “Z” beginnt ;-))

Viel Spaß beim Lesen. Mir hat es viel Freude bereitet. Es ist schön zu sehen, dass viele Austauschstudenten ähnliche Erfahrungen gemacht haben und ähnliche Einsichten hatten (und immer noch haben).

Quelle Foto: Selbstgemacht, leider gelang es mir nicht, das Bild in besserer Qualität zu erhalten. Ich versuche es weiter.

Les Traboules - zu Fuß durch Lyons Hinterhöfe

Wer sich in Lyon bei dem derzeit sehr schönen Wetter körperlich verausgaben möchte, hat mehrere Möglichkeiten: Z.B. mit dem Leihfahrrad Vélo’v eine Stadtrundfahrt wagen, in eines der vielen Schwimmbäder in Lyon oder Villeurbanne gehen oder einen Marsch auf die Höhen des Stadtviertels Croix Rousse (4. arrondissement) durch die legendären Traboules machen.

hinweis-traboules.gifTraboules sind Hausdurchgänge, die (meist) zwei parallel liegende Straßen verbinden. Dabei wird der muntere Spaziergänger über Hinterhöfe, Treppen und Gassen geleitet.

Die Lyoner Traboules dienten ursprünglich den auf der Croix Rousse ansässigen Seidebetrieben dazu, ihre Waren auf schnelle Art in die Innenstadt zu liefern. Zur Zeit der Résistance wurden sie als geheime Durchgänge benutzt, um sich ungesehen von Gestapo und SS von einem Ort zum anderen zu bewegen.

durchgang-traboules-cour-voraces.gifHeute haben diese Durchgänge (Beispielfoto rechts, bitte auf das Bild klicken zum Vergrößern) vor allem touristischen Charakter. So gibt es mittlerweile einen ausgeschilderten Parcours, durch den man sich zu Fuß von Traboule zu Traboule (auch “trabouler” genannt) auf das Croix Rousse Plateau begeben kann. Der Parcours beginnt auf der Place des Terreaux. Selbstverständlich kann man den Weg auch von der Croix Rousse heruntertraboulieren. Aber ich finde, ein bisschen Anstrengung muss schon dabei sein ;-)

Zum Traboulieren halte man sich also an die Schilder (s. erstes Bild links in diesem Artikel), die den Weg mit Pfeilen andeuten. Dabei sollte man schon sehr genau hinsehen, um den richtigen Hauseingang zu wählen.

cour-des-voraces.gifDer berühmteste Innenhof ist die Cour des Voraces (zweites Bild auf der linken Seite, bitte darauf klicken, um es in voller Größe zu sehen), die sich am Ende des Rund- oder vielmehr Hochgangs nahe der Place Colbert im 4. arrondissement befindet. Zu Zeiten des Lyoner Lichtfestes Fêtes des Lumières werden hier sehenswerte Lichtspektakel vorgeführt.

Nach getaner Marscharbeit belohnt zum einen eine schöne Aussicht auf Rest-Lyon und zum anderen eine der vielen Kneipen, in der man sich abkühlen kann. Die Anwohner der Croix Rousse habe ich stets als sehr nette und umgängliche Menschen erlebt, die einen gerne ins Gespräch verwickeln.

Dieses Viertel finde ich eines der schönsten von Lyon und werde ihm daher demnächst einen eigenen Artikel widmen.

Quelle Fotos: Selbstgemacht

Velo’v - kleine praktische Wegbegleiter durchs Stadtchaos

velov-station-oper.jpgHabe ich hier schon einmal behauptet, dass ich Fahrradfahrer in Lyon für Selbstmordgefährdete halte? Nein? Dann tun ich es hiermit. Die zumeist recht abenteuerliche (Auto-)Fahrweise meiner lieben französischen Mitbürger, der stets überhöhte Gehalt von (Auto-)Abgasen in der Luft und die Abwesenheit von (gesicherten) Radwegen halten mich meistens davon ab, die Stadt mit einem meiner liebsten Fortbewegungsmittel zu erschließen.

Seit Mitte vergangenen Jahres gibt es eine wunderschöne Neuigkeit in Lyon, die die Bürger dazu anregen soll, eher das Fahrrad als das Auto zu benutzen: Das Velo’v. Das ist ein beabsichtigtes Wortspiel mit “We love” und vélo, Fahrrad.

Neugierig wie ich bin, wollte ich das Fahrradausleihsystem natürlich testen. Ich habe es sogar überlebt, wobei der Umstand, dass ich gegen halb fünf Uhr morgens unterwegs war, sicher äußerst hilfreich war ;-)

Und so funktioniert das Ganze: Zu einer der vielen Fahrradstationen gehen (gibt’s an jeder Ecke), mit der Bank- oder Kreditkarte eine (Kurz- oder Lang-) Nutzerkarte erstellen lassen (geht im Normalfall sehr schnell, wenn das System mitmacht), Fahrrad auswählen, losfahren. Die erste halbe oder ganze (abhängig von der Nutzerkartenauswahl) Stunde ist kostenfrei, danach kostet jede Stunde unterschiedlich viel, wiederum je nach Kartenauswahl. Für Abonnenten der städtischen öffentlichen Verkehrsmittel (TCL) gibt’s attraktive Sonderkonditionen. Mehr Infos? Dann nichts wie zur französischen Infoseite zu den Velo’v.

Viel Spaß beim Strampeln!

Foto: Selbstgemacht, eine Velo’v-Station gleich neben der Oper.

Galette des Rois - Dreikönigsfest

briochedesrois.jpgNach der Bûche de Noël die Galette des Rois! Dieses Meisterwerk französischer Backkunst gibt es ab Anfang Januar in jedem Supermarkt und reiht sich damit in die unerbittliche Folge von Weihnachtsessen - Silvestermenü und Neujahrsbraten ein und setzt dem Ganzen sogar noch die Krone auf. Doch dazu weiter unten mehr.

Die Galette des Rois existiert in zwei (mir bekannten) Versionen:

  • die eigentliche Galette, ein mit Marzipanmasse (frangipane) durchtränkter Blätterteig, schön locker und optional mit kräftigem Schokoladenüberzug oder Birnenzusatz
  • die Brioche-Version, hefeteigartig, wahlweise mit keinem, weiß, rot, gelb oder knallbunt gezuckertem Überzug.
  • Die erste, sehr süße Variante ist in der Tat sehr anmutend. Der potenzielle Esser sollte sich jedoch vor allem bei der Schokoladenversion damit rechnen, dass sein Margen-Darm-Trakt stark in Anspruch genommen werden könnte ;-)
    Denn von der Galette bzw der Brioche sollte ein möglichst großes Stück verspeist werden, am besten in Gesellschaft vieler lustiger Menschen. Derjenige, der das sich im Kuchen befindliche Keramikfigürchen aufspürt (Vorsicht beim Kauen!!!), wird mit der mitgelieferten Papierkrone zum König gemacht und darf für den Rest des Tages bestimmen, wer was machen soll, darf oder muss.

    Dieses Procedere entspricht der französischen Art und Weise, das Fest der Heiligen Drei Könige zu begehen. Damit hat es meines Wissens nach mit dem ursprünglich religiösen Feiertag der Roi Mages gar nichts mehr zu tun. Aber wen wundert das schon, denn in Frankreich herrscht seit 1905 der Laïzismus, also die Trennung von Kirche und Staat.

    Immerhin haben wir schon wieder eine gute Gelegenheit, französische Leckereien zu verkosten. Wohl bekomm’s!

    C koi 7 drôle 2 langue?

    L’avis et la vie de Fafy

    Un article de la journaliste Fafy - Gastartikel von Starjournalistin Fafy ;-)

    fafy.jpg

    Voilà en substance, la manière dont le français des dictionnaires, sera défini dans quelques années, par les « akros » du langage SMS.

    Je veux parler de ceux qui boivent un Kfé, se disent bjr et bsr, fument des 6garet, vont au 6néma, offrent des Kdos ou se font des KL1 ( pour les plus chanceux.)

    La compression de la langue française, avait débuté, bien avant l’apparition des textos, la France n’est-elle pas la championne du monde, des acronymes, des abréviations et autres sigles. Tout au long de votre vie vous les côtoyez, et les pratiquez.

    C’est ainsi que dans le domaine des transports, on voyage avec les TCL, la RATP, la SNCF, dans les bus, les trams et les métros. On passe son permis et puis l’on s’achète une belle auto à x euros TTC (c’est à dire avec un taux de TVA très élevé).

    Pour occuper son temps de loisirs, devenu plus conséquent depuis l’apparition de l’ARTT, on va au ciné, au resto, on regarde la télé (avec la TNT si possible) qui fonctionne grâce aux efforts de nos amis d’EDF.

    Même la sacro sainte Education Nationale n’échappe pas à la règle, on passe son Bac (que l’on réussit si on a eu la chance d’avoir de bons profs) puis on va à la Fac ou en BTS, avant de filer tout droit à l’ANPE, aux ASSEDICS, et pour les plus malchanceux à la CAF (généreux donateur des allocs) afin de percevoir le RMI.

    Mes propos ne sont pas ceux d’une réac de la langue française; je ne souhaite pas m’exprimer, en vieux françois, comme Messieurs Villon et Rabelais, mais plutôt celle d’une amoureuse des mots, qui trouve regrettable qu’au nom de l’instantanéité et de la synthèse, l’on réduise une langue si riche à sa plus simple expression.

    L’homme moderne, avec toute sa technicité, et sa technologie, n’a-t-il jamais été aussi proche, sur le plan linguistique, avec cette lente dérive onomatopéique et ces borborygmes, de son ancêtre homo-sapiens.

    CQFD (ce qu’il fallait dire)

    A Bi1to

    Fafy

    It’s Beaujolais Nouveau Time

    Morgen ist es wieder soweit: Der neue Beaujolais wird ausgeschenkt!

    Hier habe ich einige interessante Details rund um das Phänomen Beaujolais aufgelistet, da die Ankunft dieses Weines inzwischen zu einem internationalen Ereignis geworden ist:

    • die Weinregion Beaujolais ist unweit von Lyon gelegen und gehört sowohl zur Region Burgund als auch zur Region Rhône-Alpes
    • der neue Beaujolais wird seit 1985 jedes Jahr am dritten November-Donnerstag offiziell ausgeschenkt
    • vor 1970 wurde dieser Wein hauptsächlich in der Lyoner Gegend getrunken
    • Die Appellation Beaujolais besteht seit 1937
    • Seit den 1990er Jahren gewinnt der Beaujolais international an Beliebtheit während die Beliebtheit im eigenen Land abnimmt
    • Im Jahre 2006 wird ein Viertel der Produktion in Japan abgesetzt

    Der offizielle Ausschank hat heute vor allem Partycharakter. Der Beaujolais an sich zeichnet sich jedoch nicht unbedingt durch seine hervorragende Qualität aus. Möglicherweise liegt darin der Grund, dass das Interesse an diesem Wein-Volksfest nachlässt. Daran kann wohl leider auch die seit vergangenem Jahr eingesetzte neue Werbestrategie nicht viel ändern. Im Angesicht des steigenden internationalen Absatzes ist die neue Werbebotschaft bewusst auf englisch (siehe Überschrift des Blog-Artikels) gehalten, wobei diese aufgrund eines französischen Sprachgesetzes fleißig ins Französische zurückübersetzt wurde und damit wieder der “alte” Slogan verwendet wurde…. (-> le nouveau Beaujolais est arrivé).

    Ein besonders lesenswertes Highlight des offiziellen Internetauftritts: Die englische Sprachversion der Seite. Seite aufrufen und die auf der Homepage gestellte Frage mit “yes” beantworten ;-)

    Wohl bekomm’s (Ich bin ja so gemein…)