Parcours du Coeur - Lyon in Bewegung für einen guten Zweck: die eigene Gesundheit

affiche-parcours-du-coeur.jpgNächsten Samstag, am 26. April, findet in Lyon der Lauf fürs Herz statt. Zwischen 9 und 13 Uhr können sich Freunde, Familien, Bekannte, etc. auf den Weg machen, um die 6,5 km betragende Strecke zwischen dem Parc de la Tête d’Or und dem Parc de Gerland entweder zu Fuß, per Fahrrad oder mit Inlinern zurückzulegen. Der größte Teil der Strecke verläuft entlang der Rhône, auf den Berges du Rhône. Jeder Teilnehmende spendet sympbolisch 1 Euro (oder mehr, wenn er möchte).

Unterwegs gibt es verschiedene Stationen und Informations- (und, seien wir ehrlich) Werbestände von lokalen Einrichtungen und Verbänden. Für die registrierten und zahlenden Teilnehmer gibt es einen kostenfreien Verpflegungsstand (mit Äpfeln, Wasser und Müsliriegeln).

Das Ereignis wird in vielen verschiedenen Städten Frankreichs angeboten und geht aus von der Initiative der Fédération Française de Cardiologie, um die Menschen darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es für die Gesundheit ist, regelmäßig Sport zu treiben.

Mehr Informationen gibt’s auf der offiziellen Seite des Parcours. Und hier geht’’s zur Pressemeldung 2008.

Ich habe ebenfalls vor, mit einigen Freunden dort zu sein. Wir gehen das Ganze wohl eher gemütlich zu Fuß an. Ich bin gespannt, auf welcher der vielen péniches wir dann letzten Endes landen, um unseren Durst zu löschen… ;-)

Blog Action Day - Umweltgedanken in Lyon

Bloggers Unite - Blog Action Day Heute ist Blog Action Day:

Am 15. Oktober werden sich Blogger überall im Internet zusammentun, um die Öffentlichkeit auf ein ausgewähltes Thema aufmerksam zu machen. Das Thema für den Blog Action Day 2007 ist die Umwelt. Jeder teilnehmende Blogger wird sich auf seine ganz persönliche Weise eines von ihm selbst ausgewählten Umweltthemas annehmen.

Das Thema Umwelt im Zusammenhang mit Frankreich im Allgemeinen und Lyon im Speziellen würde an sich schon einen ganzen Blog füllen. Heute bechränke ich mich auf folgende Themen:

  • Luftverschmutzung
    Keiner mag sie, jeder beschwert sich darüber. Bronchial- und Lungenkrankheiten gibt es jede Menge. Aber wenn es um das Fortbewegungsmittel Nummer 1 geht, versteht hier keiner mehr Spaß: Das Auto muss mit! So quetschen sich viele genervt durch die engen, vollgestopften Straßen, anstatt ohne viel Stress die U-Bahn zu nehmen. Das Phänomen “Fahrgemeinschaft” (covoiturage) wird nach Möglichkeit vermieden, vor allem, wenn es darum geht, diese morgens früh auf dem Weg zur Arbeit zu bilden (Gott sei Dank erlebe ich hier dank meiner Kollegin regelmä&dzlig; Ausnahmen. Danke Marie-So!). Man müsste sich ja organisieren, einen festgesetzten Zeitpunkt einhalten und sich womöglich noch auf jemand anderen einstellen.
  • Mülltrennung
    Wat isn dat? Nein, ich übertreibe natürlich. Es gibt in der Tat grüne und graue Tonnen, Glasflaschen- Sammelbehälter und Sperrmüll (die Sammler sind bei mir noch nie vorbeigekommen, aber die kostenpflichtige Mülldeponie “déchetterie” gibt’s ja auch noch). Aber ich verstehe das französische System nicht, und es gelingt mir einfach nicht, mir dieses in mein Gedächtnis einzubleuen. Also: Grüne Tonne: Demnach gehören Metall, Plastikbehälter und Karton hier rein. Gut, und was mach ich dann mit ganz einfachem Papier, Brief- oder Plastikumschlägen? Die dürfen gemäß Grafik hier links - bitte zum Vergrößern auf das Bild klicken - nicht in die grüne und müssen daher in die graue Tonne. Und Plastikbehältnisse mit Speiseresten (Joghurtbecher, etc.) dürfen auch nicht rein. Das kommt ebenfalls zum Restmüll. Hier wären der Gelbe Sack und eine Papiertonne eine gute Idee.
  • Beton vs Grün
    Reißt den Beton auf! Es waren doch die Franzosen der 68er Jahre, die auf die Straßen gingen und lauthals verkündeten: Sous les pavés, la plage (Unter dem Kopfsteinpflaster liegt der Strand). Pflanzt mehr Bäume und gebt Euren Einwohnern mehr gute Luft. In der Nähe des Lyoner Bahnhofs wurde kürzlich eine Pflanzenmauer eingeweiht, die zum einen dem Autolärm und zum anderen der Luftverschmutzung vorbeugen soll. Gute Idee und trotzdem ein wenig schade, Pflanzen auf diese Art zu instrumentalisieren.
  • Das Hundeproblem!
    Dazu gibt es nicht viel zu sagen, denn jeder wird verstehen, worauf ich anspiele. Vielleicht sollte man hier über die Einführung einer bestimmten “Hundedichte” pro Quadratkilometer nachdenken ;-) Ich mag Hunde sehr gern, aber hier in der Großstadt tun mir diese Tierchen erstens leid und zweitens werden sie einem leid.

Les Berges du Rhone - Hafenflair in Lyon

peniches-transat.jpgSeit Anfang ist das linke Rhôneufer in Lyon endlich touristen- und spaziergängertauglich geworden. Nach mehr als 2 Jahren Bauarbeiten wurden die Berges du Rhône am 9. Mai 2007 offiziell eingeweiht.

Auf einer Strecke von 5km kann das Rhôneufer nun zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Inlinern oder auch per Boot erkundet werden. Der ausgebaute Weg beginnt beim Parc de la Tête d’Or und endet bei Gerland (dort, wo sich das Stadion des inzwischen fünffachen Fußball- Nationalmeisters Olympique Lyonnais befindet).

Besonders empfehlenswert ist ein kleiner Zwischenstopp auf oder bei einer der vielen Péniches (Lastkahn). Dort gibt es Kneipen aller Art sowie einige Nachtclubs, bei denen im Schiffsrumpf getanzt wird.

fuesse-baden.jpgAn den neu angelegten Holzkais bekommen Spaziergänger den Eindruck, auf einer Hafenpromenade zu flanieren. Gegen Abend (und für einige Nachtschwärmer) sind die großen Betonstufen in der Nähe der Métrostation Guillotière interessant. An der Halfpipe erfreuen sich die Skatefreaks und bei großer Hitze lassen Groß und Klein mal gerne ihre Füße in einem angelegten Bächlein baumeln.

Alles in allem eine wirklich gelungene Maßnahme, der Betonstadt Lyon etwas Hafenflair zu verleihen.

Quelle Fotos: Selbstgemacht