Cafebabel - das europäische Nachrichtenmagazin jetzt mit Partnerblogs

Internautilus.com auf den Seiten von cafebabel verlinkt

logo cafebabelLetzte Woche erhielt ich eine nette E-Mail von der deutschen Kommunikationsdame des europäischen Internetmagazins cafebabel.com: Ich wurde gefragt, ob mein Blog in die Linkliste zu verschiedenen unabhängigen Medienplattformen aufgenommen werden könnte. Dieses Angebot habe ich gerne angenommen. Vielen Dank!

An dieser Stelle möchte ich die Kurz-Präsentation der Seite anfügen:

cafebabel.com ist das führende europäische Nachrichtenmagazin. In 7 Sprachen (Englisch, Katalanisch, Spanisch, Italienisch, Deutsch, Polnische und Französisch) wird das Zeitgeschehen von einem entschieden europäischen Blickwinkel analysiert. cafebabel.com ist ein völlig neues Medienprojekt, das auf einem Netzwerk aus mehr als 400 jungen Journalisten in 20 Städten in 13 Ländern basiert. Um die politische Debatte im Herz der europäischen Zivilgesellschaft anzuregen, organisiert cafebabel.com herausragende Veranstaltungen und Konferenzen in ganz Europa, die frische Ideen mit gründlicher Analyse vereinen.

Das Medienprojekt wurde im Jahre 2001 von vier ERASMUS Studenten gegründet. Heute liegt der Hauptsitz des ausschließlich im Internet abrufbaren Magazins in Paris. Zu den bekanntesten Partnern gehören die Europäsische Kommission, das französische Außenministerium und die Robert Bosch Stiftung.

logo-internautilus.jpgInternautilus ist unter den Über uns > Links > Blogs gelistet. Nicht gerade einfach zu finden, aber ich finde es trotzdem genial, dass sich mein Blog neben Medienseiten wie der deutschen Ausgabe des Le Monde Diplomatique, des Fernsehsenders ARTE, des Forums für europäsische Begegnung Jugend bewegt Europa und Europa Online, der Vertretung der europäischen Kommission in Deutschland, einreiht :-)

favicon.jpgDas hat mich sogar dazu motiviert, endlich ein Favicon für Internautilus zu basteln. Dazu einfach in die Adressleiste des Browsers gucken.

Noch mehr Lesestoff zu ERASMUS auf diesem Blog:

  1. Generation ERASMUS: DAAD Veröffentlichung zum 20-Jährigen Bestehen des ERASMUS Programms

ERASMUS in Lyon - Erfahrungsbericht in der DAAD Publikation Generation ERASMUS

generation-erasmus-cover.gifEnde letzten Jahres wurde ich vom DAAD eingeladen, einen Erfahrungsbericht über meinen ERASMUS-Aufenthalt in Lyon zu verfassen. Das europäische, akademische Austauschprogramm ERASMUS plante zu dem Zeitpunkt die Publikation “Generation ERASMUS” im Rahmen der Feierlichkeiten seines 20-jährigen Bestehens.

Ich freute mich sehr über die Möglichkeit, zukünftigen Austauschstudenten von meinen Erlebnissen in Lyon während meiner Studienzeit 2002-2003 berichten zu dürfen.

Die Veröffentlichung ist nun auch im Netz als PDF herunterladbar. Mein Artikel befindet sich am Ende des Buches (da mein Familienname praktischerweise mit “Z” beginnt ;-))

Viel Spaß beim Lesen. Mir hat es viel Freude bereitet. Es ist schön zu sehen, dass viele Austauschstudenten ähnliche Erfahrungen gemacht haben und ähnliche Einsichten hatten (und immer noch haben).

Quelle Foto: Selbstgemacht, leider gelang es mir nicht, das Bild in besserer Qualität zu erhalten. Ich versuche es weiter.

Fest im Stadtviertel - Tout l’monde dehors in Monplaisir

cinematographe-band.JPGSeit gut einer Woche haben in Lyon die (Schul-) Sommerferien begonnen. Zeit, den Städtern etwas Luft zum Atmen zu geben und/ oder den Daheimgebliebenen die Stadt, in der sie leben, von einer anderen Seite zu zeigen.

Bereits zum sechsten Mal in Folge hält Lyon seine Tout l’monde dehors-Zeit ab. Übersetzt heißt das “Jedermann nach draußen”. Zwischen dem 22. Juni und 16. September veranstaltet jedes arrondissement Feste, Picknicks, Filmabende, Spaziergänge, etc. Mehr Infos zu der Aktion Tout l’monde dehors gibt es hier.

Vergangenes Wochendene lud beispielsweise das Stadtviertel Monplaisir (in dem ich lebe) zu einem gemütlichen Programm ein, das abends mit einem gemeinsamen Abendessen auf dem Platz Ambroise Courtois abgeschlossen wurde.

Neben verschiedenen kleineren Auftritten von lokalen Vereinen (Kung Fu, Tai Chi, Rollstuhlrennen, etc.) traten auch verschiedene Bands auf, die vor der Kulisse einer großen, abgerundeten Steinwand Musik machten. Diese L(St)einwand erinnert an die Erfinder des Cinematographen, die Gebrüder Lumière und während der Sommermonate werden darauf abends Filmklassiker projiziert - und das für jedermann kostenlos.

flohmarkt-monplaisir-2.JPGRund um das Fest boten verkaufslustige Anwohner ihre Habseligkeiten und Antiquitäten feil. Auf französisch nennt sich das vide grenier, was übersetzt so viel wie “Speicher räumen” bedeutet. Für mich kommt das einem gewöhnlichen Flohmarkt gleich (auch wenn dieser streng genommen und damit wortwörtlich mit marché aux puces übersetzt wird.

Die hier gezeigten Fotos habe ich selbst aufgenommen. Sie fangen ein wenig das Flair ein, das an diesem Tag dort herrschte. Foto 1: Filmkulisse auf dem Platz Ambroise Courtois mit aufgebauten Kinositzen fürs Sommerfilmprogramm und Band (die 5 Männeken im Hintergrund ;-); Foto 2: Auf dem Flohmarkt, ups, bei der Speicher-Leer-Räumaktion.

Just for fun - Blogging forever

Schon wieder ein Beitrag für off-topic. Habe ich heute in der großen, unerschöpflichen Bloggerwelt entdeckt. Demnach bin ich zu 71 Prozent vom Bloggen abhänig, hups ;-)

Heute auch schon gebloggt? Viel Spaß beim Testen.

71%How Addicted to Blogging Are You?

Mingle2

Les Berges du Rhone - Hafenflair in Lyon

peniches-transat.jpgSeit Anfang ist das linke Rhôneufer in Lyon endlich touristen- und spaziergängertauglich geworden. Nach mehr als 2 Jahren Bauarbeiten wurden die Berges du Rhône am 9. Mai 2007 offiziell eingeweiht.

Auf einer Strecke von 5km kann das Rhôneufer nun zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Inlinern oder auch per Boot erkundet werden. Der ausgebaute Weg beginnt beim Parc de la Tête d’Or und endet bei Gerland (dort, wo sich das Stadion des inzwischen fünffachen Fußball- Nationalmeisters Olympique Lyonnais befindet).

Besonders empfehlenswert ist ein kleiner Zwischenstopp auf oder bei einer der vielen Péniches (Lastkahn). Dort gibt es Kneipen aller Art sowie einige Nachtclubs, bei denen im Schiffsrumpf getanzt wird.

fuesse-baden.jpgAn den neu angelegten Holzkais bekommen Spaziergänger den Eindruck, auf einer Hafenpromenade zu flanieren. Gegen Abend (und für einige Nachtschwärmer) sind die großen Betonstufen in der Nähe der Métrostation Guillotière interessant. An der Halfpipe erfreuen sich die Skatefreaks und bei großer Hitze lassen Groß und Klein mal gerne ihre Füße in einem angelegten Bächlein baumeln.

Alles in allem eine wirklich gelungene Maßnahme, der Betonstadt Lyon etwas Hafenflair zu verleihen.

Quelle Fotos: Selbstgemacht

Out of Lyon - Urlaub auf Kreta 28.05. bis 04.06.2007

crete-plakias.JPGHolà, nun habe ich es endlich geschafft, die Rubrik “off-topic” einzuweihen und werde nun in kürzester Breite von meinem ersten Urlaub auf Kreta berichten. Infos zu Lyon, nämlich zu seinem Flughafen St. Exupéry und zu einer etwas anderen Reiseagentur, gibt’s hier trotz off-topic.

Diese einwöchige Reise wurde von dem gemeinnützigen Reiseveranstalter Arvel (Association de Rencontres, de Voyages, d’Etudes et de Loisirs) angeboten und führte uns in das kleine Badeörtchen Bali (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Insel bei Indonesien). Bali liegt zwischen Heraklion - wo unser Flieger landete - und Rethymnon.

Zum Lyoner Flughafen Saint Exupéry (benannt nach dem aus Lyon stammenden Autor des “Kleinen Prinzen”) gelangten wir dank der Navette, des Shuttlebusses, der zwischen 5 Uhr morgens und 23 Uhr abends alle 20 Minuten von den großen Verkehrsknotenpunkten in der Innenstadt aus zum Flughafen fährt.

Untergebracht waren wir im familiengeführten Hotel “Xidas Garden“, das sehr reizvoll und etwas abgelegen auf einem Hügel liegt. Das Essen fanden wir alle sehr in Ordnung. Mir ist nicht ganz klar, weshalb deutsche Reisende auf diversen Internetseiten die mangelnden Auswahlmöglichkeiten beanstandeten. In einem gebe ich den Urlaubern jedoch recht: Der so genannte “Orangensaft” - der eher einer angerührten Brause ähnelte - ist nicht zu empfehlen. Dafür aber der griechische Joghurt oder auch der frisch gepresste Orangensaft an der Bar.

Mit einem im Voraus gemieteten Auto (war leider eine ziemlich alte Klapperkiste, die auf den letzten Metern zum Rückflughafen beinahe den Geist aufgegeben hätte) erkundeten wir hauptsächlich den nordwestlichen Teil der Insel, wobei wir auf den sehr holprigen Straßen nach Hania (venezianischer Hafen und sehr günstige Lederwaren), Plakias (Palmenbucht), Knossos (archäologische Überreste aus der Zeit der Minoer, die z.T. rekonstruiert wurden), Anogia (kleines Bergdorf, bekannt für seine Textilwirtschaft, wobei jedoch kaum eigenhändig gefertigten Waren angeboten werden), Archanes (kleines Weindorf, in dem es viele gute Tavernen gibt) und Rethymnon tuckerten.

resto-innen.JPGFür Wanderfreaks ist die Samaria-Schlucht interessant, wobei hier gerade von Bali aus mit einem Anfahrtsweg per Bus von über zweieinhalb Stunden, sechs bis sieben Stunden ordentlichem Fußmarsch und wiederum zweieinhalb Stunden Rückweg gerechnet werden muss. Damit beginnt die Wanderexkursion morgens um kurz vor fünf und endet abends um 22 Uhr.

Mit einigen Kretern kamen wir auf sehr nette Weise in Kontakt: So las mir beispielsweise ein kretischer Ober meine Zukunft aus dem Kaffeesatz eines typisch griechischen Kaffees (wird hier nicht verraten!!!). Und wir wurden sehr spontan von einer Ladenbesitzerin auf Bali zu einer Überdosis an Raki - dem kretischen Weinschnaps - eingeladen, was uns alle vier für den Rest des Tages lahmlegte.

Ansonsten haben sich in Kreta, insbesondere rund um Bali, einige Deutsche niedergelassen. So trafen wir z.B. einen ausgewanderten Münchner, der in Bali einen Minigolfplatz samt Biergarten eröffnet hat. Dort bietet er neben den bekannten deutschen Biermarken auch ein auf Kreta gemäß deutschem Reinheitsgebot gebrautes Ökobier an. Schmeckt mir zu süß, finde ich aber eine geniale Idee.

E viva Esmeralda!

Quelle Fotos: Selbstgemacht (Foto 1: in der Nähe von Plakias, Foto 2: Innenansicht eines kretischen Restaurants)

Präsidentschaftswahlen 2007 - V - Les présidentielles - Zweiter Wahldurchgang

Les jeux sont faits - Das Spiel ist aus: Am 6. Mai sind beinahe 84 Prozent der französischen Wahlberechtigten zu den Wahlurnen gegangen. 53,06 Prozent haben für den konservativen Kandidaten Sarkozy gestimmt und ihn somit zum neuen Präsidenten gemacht. Seine Kontrahentin Royal erzielte immerhin noch gute 46,94 Prozent, ein Ergebnis, das sich in Anbetracht der ständigen parteiinneren (und hausgemachten) Querelen sehen lassen kann.

In ihrer Rede unmittelbar nach Bekanntgabe ihrer Wahlniederlage zeigte sich die Sozialistin dennoch positiv und kämpferisch: Sie betonte, sie würde das Neue, das sie in ganz Frankreich und in ihrer Partei in Gang gesetzt hätte, weiterführen und die PS (Parti Socialiste) reformieren. Dies ist wahrhaft dringend notwendig, da diese Partei seit dem Wahldesaster 2002 (als der rechtsextreme Le Pen anstatt des sozialistischen Jospin in den zweiten Wahldurchgang gelangte) die Gelegenheit verpasst hat, einen einheitlichen Kurs einzuschlagen. Es bleibt zu sehen, ob ihr das gelingt, wo bereits jetzt von einigen der Alteingesessenen der PS überlegt wird, wie Royals Abgang herbeigeführt werden kann.

Der Gewinner des Wahlkampfduells, Sarkozy, richtete sich in seiner Rede an all diejenigen, um deren Belange er sich während seiner Amtszeit zu kümmern gedenkt: Zuerst an alle Franzosen (und hier vor allem an jene, die ihn nicht gewählt hatten), denn er verstünde sich als Präsident ALLER Franzosen. Danach sprach er zu den Partnern in Europa und bekräftigte seine Absicht, die Europäische Verfassung durchzusetzen (und dies auch ohne Referendum). An dritter Stelle erschienen in seiner Ansprache die USA. Sarkozy zeigte sich sehr amerikafreundlich und ließ sogar verlauten, dass die USA in Zukunft auf Frankreichs militärische Unterstützung bauen könnte. Erst danach widmete er sich den afrikanischen Staaten, die er mit Hilfe einer Mittelmeer-Union stärker in das europäische Geschehen einbinden möchte.

Interessanterweise wurde die Reihenfolge der angesprochenen Verbündeten/ Partnern am nächsten Tag in den 20 Uhr Nachrichten leicht umgestellt: In dem entsprechenden Bericht tauchten die Mittelmeerstaaten vor den USA auf…

Ich bin gespannt, welche Wahlversprechen Nicolas Sarkozy tatsächlich einhalten wird. Hier eine Auswahl:

  • Die Anhebung des Überstundenentgelts auf 50% des Festverdienstes, ohne den Unternehmen dafür weitere Steuern zu berechnen: Das wäre für mein Gehalt jedenfalls eine gute Perspektive ;-)
  • Streikverbot: Franzosen von ihrem Streikrecht entbinden zu wollen dürfte extrem schwierig sein, auch wenn weniger Streik der Wirtschaft gut tun würde.
  • Die Umgestaltung (Abschaffung???) der 35-Stunden-Woche: Abgesehen davon, dass ich 38 Stunden pro Woche arbeite und die mir im Normalfall zustehenden Extra-Frei-Tage trotzdem nicht bekomme, fände ich es gut, wenn an dieser französischen “heiligen Kuh” etwas getan würde. Dadurch wäre Frankreich produktiver und könnte sich im internationalen Wettbewerb einen guten Platz sichern. Und: Damit würde sich mit ziemlicher Sicherheit die Servicementalität verbessern, die ich hier so manches Mal vermisse.
  • Das Durchsetzen der Europäischen Konstitution, gegebenenfalls ohne Volksabstimmung: Ich fürchte, das wird in Frankreich, wo sich die Menschen nicht gerne das Mitbestimmungsrecht nehmen lassen, äußerst schwierig werden. Auch wenn ich selbst dafür bin, dass die Idee Europa weiter voran getrieben wird.
  • Die innere Sicherheit wieder herstellen: Und das, nachdem unmittelbar nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses die im Vorfeld befürchteten Ausschreitungen gegen Sarkozys Präsidentschaft stattgefunden haben?
  • Ein enger Schulterschluss mit Präsident Bush & Co: Das wird spätestens beim Aussenden des französischen Militärs zu amerikanischen Zwecken für Unruhe sorgen.

Sind die Franzosen tatsächlich für den lang ersehnten Wechsel bereit? Wenn ich eines in meiner Zeit hier in Lyon über Franzosen erfahren habe, dann ist es diese gewisse Gemächlichkeit, sich auf Neues einzulassen. Oftmals empfinde ich viele Menschen hier wie eine Meute aufgebrachter Teenager, die der Pubertät nicht wirklich entwachsen wollen.

Es bleibt spannend.

Präsidentschaftswahlen 2007 - V - Les présidentielles - Erster Wahldurchgang

Am 22. April haben beinahe 85 Prozent der Franzosen ihre bürgerliche Pflicht erfüllt und haben die beiden Kandidaten bestimmt, die am 6. Mai beim zweiten Wahldurchgang teilnehmen werden. Das Ergebnis des ersten Wahltags erklärte Nicolas Sarkozy mit 31,2 Prozent der Wählerstimmen an die Spitze, gefolgt von Ségolène Royal mit einem Anteil von 25,9 Prozent. An die dritte Stelle wurde François Bayrou von der lieberalen Zentrumspartei UDF mit 18,6 Prozent gewählt. Schlechter als prognostiziert fiel das Ergebnis des rechtsextremen Le Pen aus: Er schaffte es lediglich auf 10,4 Prozent, womit er beispielsweise noch weit vor der Partei der Grünen (Les Verts) lag, die in diesem Jahr gerade auf 1,6 Prozent kam.

Die ersten Ergebnisse der Hochrechnungen dürfen in Frankreich nie vor 20 Uhr bekannt gegeben werden (Warum nur?). Dies trübt hier jedoch keineswegs die Stimmung eines wirklich politisch Interessierten: Die Internetseiten von belgischen und Schweizer Nachrichtensendern und Zeitungen stellen ab 18 Uhr Tendenzen zur Verfügung.

Bei der offiziellen Bekanntgabe der ziemlich zuverlässigen Hochrechnungen werden diese natürlich ausführlich mit Parteiverantwortlichen im Fernsehen diskutiert. Dazwischen werden Stellungnahmen der ersten vier Präsidentschaftsanwärter übertragen: Sarkozy zeigt sich siegessicher und nimmt ein Bad in der jubelnden Menge seiner Anhänger. Bayrou erklärt, dass seine dritte Position in der diesjährigen Wahl belegen würde, dass sich Frankreich auf einen Wechsel einstellte, auch wenn sich die Mehrheit der Wähler noch immer auf die großen Parteien stützte. Le Pen behauptet, Sarkozy hätte ihm viele Wähler abgeworben, da sich jener sehr stark der rechtsgerichteten Politik angenähert hätte. Royal, sichtlich gerührt, zeigt sich kämpferisch und beginnt umgehend damit, die Wähler Bayrous auf ihre Seite zu locken.

Diese wird sie auch dringend benötigen, wenn sie es zu Frankreichs erster Präsidentin bringen möchte: In den meisten Umfragen liegt Sarkozy bei einem Duell Ségo-Sarko einen Hauch vorne.

Bis zum zweiten Durchgang am 6. Mai haben die beiden Aspiranten einen direkten Medien-Zweikampf vor sich, der kommenden Mittwoch, 2. Mai im privaten Fernsehsender TF1 ab 20.50 Uhr live ausgestrahlt wird.

Und hier eine kleine phonologische Anmerkung, da ich festgestellt habe, dass viele Internetbesucher nach der korrekten Aussprache des Namens Ségolène suchen. Hier also meine Lautschriftübersetzung: /Seegolän/ mit einem Akzent auf der letzten Silbe. Royal geht auch so, oder?

Frohes Wählen allen Franzosen (ich darf leider immer noch nicht wählen…)

Weitere Artikel zur Wahl 2007:

L’Allemagne: fertilisant culturel de la Terre

L’avis et la vie de Fafy

Encore un article de la journaliste Fafy - Noch ein Gastartikel von Starjournalistin Fafy ;-)

Lorsqu’un français évoque l’Allemagne, il n’a souvent comme seules références que la seconde guerre mondiale, la fête de la bière, l’écologie, la choucroute alsacienne (chercher l’erreur) ou quelques gloires sportives passées ou présentes.

C’est une vision étriquée qui dénote une méconnaissance de l’influence mondiale et prépondérante d’un certain nombre d’artistes et d’intellectuels allemands tels que Hegel, Kant, Bach, Beethoven, Nietzsche, Goethe, Ophüls… ou les 5 personnalités, qu’ égoïstement je vais évoquer ici.

Ce sont mes artistes-référence, ceux qui m’ont permis de cultiver mon jardin, si cher à Candide.

Ute Lemper

utelemper.jpgNée le 04 juillet 1963 à Münster. Sa date de naissance résume à elle toute seule sa carrière et sa personnalité: une allemande, née le jour de la Fête Nationale américaine, très marquée par l’histoire de son pays et influencée par les comédies musicales de Broadway.

Actrice, danseuse mais surtout interprète de chansons de cabaret de Berlin, de standards de la chanson française (Brel, Piaf, Prévert, Gainsbourg, …), et des œuvres de Kurt Weill (dont la musique était considérée comme « dégénérée » par les nazis).

Ute Lemper est pour moi le symbole de l’Allemagne moderne, humaniste, et universelle.

Marlene Dietrich (Maria Magdalene Dietrich)
(”Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt”)

marlene.jpgNée à Berlin le 27 décembre 1901, décédée à Paris le 06 mai 1992. Actrice, chanteuse.

Elle devient célèbre en 1930 avec le film « l’Ange Bleu » (1er film parlant du cinéma allemand), elle tournera avec les plus grands réalisateurs: J. Von Sternberg, A.Hitchcock, B. Wilder, F.Lang, R. Clair …

Anti-nazie, elle chantera pour les troupes américaines et anglaises au Royaume-Uni et en France. Son interprétation de la chanson « Sag mir, wo die Blumen sind », fera d’elle une figure de la dénonciation de la guerre froide.

De retour en Allemagne, en 1960, elle sera accueillie froidement. La ville de Berlin, après l’avoir chassée, fera des excuses posthumes, une place lui est dédiée dans le quartier moderne de la Potsdamer Platz.

Marlene Dietrich représente pour moi l’incarnation de la femme libre et insoumise.

Ernst Lubitsch

ernstlubitsch.jpgNé le 29 janvier 1892 à Berlin, décédé le 30 novembre 1947 en Californie. Cinéaste.

Il a marqué l’histoire du cinéma; c’est l’un des maîtres de la comédie. Avec des films comme « la veuve joyeuse », « la huitième femme de barbe-bleue » et «haute pègre ». C’est lui qui fera pour la première fois entendre le rire de Greta Garbo dans « Ninotchka ».

Ces films, malgré leur caractère léger et brillant, abordent souvent des préoccupations très sérieuses et contemporaines « Ninotchka » est l’un des premiers films à critiquer le régime de Staline.

En 1935, le régime nazi le déchoit de sa nationalité allemande.

F. W. Murnau (Friedrich Wilhelm Plumpe) et Robert Wiene

2 figures emblématiques de l’expressionnisme allemand, cette école cinématographique eut un impact profond sur le cinéma, sur le cinéma américain en particulier, 2 genres furent influencés: le film noir et le film d’horreur.

murnau.jpgF. W. Murnau (image à droite) est né le 28 décembre 1888 à Bielefeld, il est décédé le 11 mars 1931 à Santa Barbara. Cinéaste, il réalisa en 1922 « Nosferatu, eine Symphonie des Grauens » (Nosferatu ).

rwiene.jpgR.Wiene (image à gauche) est né le 24 avril 1873 à Breslau, il est décédé à Paris en 1938. Cinéaste, il réalisa en 1920 « le cabinet du docteur Calligari ».

D’autres articles de Fafy:

Kultur in Lyon - Institut Lumière

insti-lumiere-freres.jpgIm Lyon des 19. Jahrhunderts stellten die Brüder Auguste und Louis Lumière im Jahre 1854 ihre Erfindung, den Cinématographe, vor.

Seit 1982 besteht in Lyon, in der ehemaligen Villa der Lumière Familie, das Institut Lumière, das sich zum einen mit der Geschichte der Entstehung des Cinématographe beschäftigt (Museum) und zum anderen ein sehr anspruchsvolles Filmprogramm anbietet, das auf der Homepage direkt abgerufen werden kann. Filme und weiterführende Ausstellungen sind im einstigen, hinter der Villa liegenden, Hangar zu (be-) sichtigen, in dem der erste Film der Kinogeschichte überhaupt gedreht und produziert wurde.

Darüber hinaus werden regelmäßig Film Retrospektiven von (mehr oder weniger) bekannten, ausgewählten Regisseuren gezeigt. Häufig werden diese Regisseure ins Institut eingeladen und stehen dem Publikum zu ihren Filmen Rede und Antwort.

Gestern abend war beispielsweise der deutsche Filmemacher Volker Schlöndorff vor Ort, der seinen Film “Der neunte Tag” (Le neuvième Jour) zeigte. Wieder einmal ein Film aus der deutschen Nazi-Kriegszeit, jedoch mit einer eigenen Thematik: Es wird die auf Tatsachen beruhende Geschichte eines katholischen luxemburgischen Pfarrers im KZ Dachau erzählt, der während eines neun tägigen “Urlaubs” die Gelegenheit bekommt, sich seine Freilassung aus dem KZ zu erarbeiten.

park-insti-lumiere.jpgDas Institut liegt direkt an der Métro-Station Monplaisir-Lumière (Linie D), Rue du Premier Film. Zwischen Hangar und der Lumière-Villa wurde ein kleiner Park angelegt, der es naturbewussten Bürgern erlaubt, dem Stadtrummel zu entrinnen. Außerhalb der Museums- und Parkmauern, gegenüber der Villa befindet sich der Place Ambroise Courtois, auf dem während der Sommermonate Filme im Open-Air Kino ausgestrahlt werden.

Weitere Informationen zum Institut Lumière:
Beschreibung des Institus auf deutsch
französischsprachige Homepage des Institut mit Filmprogramm, etc.

Quelle Fotos: Selbst aufgenommen (Foto 1: Hinterausgang des Museums mit Bild von Auguste und Louis Lumière; Foto 2: Parkanlage des Museums)