Cafebabel - das europäische Nachrichtenmagazin jetzt mit Partnerblogs

Internautilus.com auf den Seiten von cafebabel verlinkt

logo cafebabelLetzte Woche erhielt ich eine nette E-Mail von der deutschen Kommunikationsdame des europäischen Internetmagazins cafebabel.com: Ich wurde gefragt, ob mein Blog in die Linkliste zu verschiedenen unabhängigen Medienplattformen aufgenommen werden könnte. Dieses Angebot habe ich gerne angenommen. Vielen Dank!

An dieser Stelle möchte ich die Kurz-Präsentation der Seite anfügen:

cafebabel.com ist das führende europäische Nachrichtenmagazin. In 7 Sprachen (Englisch, Katalanisch, Spanisch, Italienisch, Deutsch, Polnische und Französisch) wird das Zeitgeschehen von einem entschieden europäischen Blickwinkel analysiert. cafebabel.com ist ein völlig neues Medienprojekt, das auf einem Netzwerk aus mehr als 400 jungen Journalisten in 20 Städten in 13 Ländern basiert. Um die politische Debatte im Herz der europäischen Zivilgesellschaft anzuregen, organisiert cafebabel.com herausragende Veranstaltungen und Konferenzen in ganz Europa, die frische Ideen mit gründlicher Analyse vereinen.

Das Medienprojekt wurde im Jahre 2001 von vier ERASMUS Studenten gegründet. Heute liegt der Hauptsitz des ausschließlich im Internet abrufbaren Magazins in Paris. Zu den bekanntesten Partnern gehören die Europäsische Kommission, das französische Außenministerium und die Robert Bosch Stiftung.

logo-internautilus.jpgInternautilus ist unter den Über uns > Links > Blogs gelistet. Nicht gerade einfach zu finden, aber ich finde es trotzdem genial, dass sich mein Blog neben Medienseiten wie der deutschen Ausgabe des Le Monde Diplomatique, des Fernsehsenders ARTE, des Forums für europäsische Begegnung Jugend bewegt Europa und Europa Online, der Vertretung der europäischen Kommission in Deutschland, einreiht :-)

favicon.jpgDas hat mich sogar dazu motiviert, endlich ein Favicon für Internautilus zu basteln. Dazu einfach in die Adressleiste des Browsers gucken.

Noch mehr Lesestoff zu ERASMUS auf diesem Blog:

  1. Generation ERASMUS: DAAD Veröffentlichung zum 20-Jährigen Bestehen des ERASMUS Programms

Butternutjobs sell unlimited job posting package on Ebay

Ups, ok, diesr Post ist rein zufällig hier reingerutscht. War für meinen anderen Blog bestimmt. Dabei habe ich vergessen, meine Blogdaten auf Digg.com zu ändern. Dann wird das eben ein netter Off-Topic Post :-)

Die englische Jobbörse Butternutjobs.com verhökert ein unlimitiertes Anzeigenkontingent für die Laufzeit von einem Jahr auf Ebay. Die Auktion hat gestern, am 20.08.2007 begonnen und läuft insgesamt drei Tage. Der Einstiegspreis liegt bei 20 Britischen Pfund.
Oh, Online Recruitment Industrie: Quo Vadis?

read more | digg story

Metro, U-Bahn, Schwarzfahren in Lyon

tcl-ticket.jpgAuch dieses Mal schöpfe ich aus einem Artikel meines Internautilus-Vorgängerblogs. Nur hat sich dieses Mal einiges geändert: Ich fahre nicht mehr schwarz!

Dennoch gab es eine Zeit, als ich mich regelrecht dazu berufen fühlte, die äußerst schwachen Mechanismen der Kartenkontrolle zu umgehen. Zum Beispiel, als ich Ende 2002 als mittellose ERASMUS - Studentin nach Lyon kam, und darauf bedacht war, meine letzten Momente als träumerische Rebellin auszukosten.

Seitdem ich jedoch zur arbeitenden Bevölkerung zähle, habe ich mein Verhalten geändert und bin nun seit beinahe drei Jahren stolze und regelmäßige Nutzerin meiner Carte Técély (Der Name der Monatskarte, die jeden Monat frisch aufgeladen wird). Zudem haben die Lyoner Transport- und Verkehrswege TCL Sicherheitstüren und -schranken an jedem U-Bahneingang und -ausgang platziert und die Fahrkartenkontrolleure haben ihre Technik verbessert: Anstatt so wie vorher den Schwarzfahrern die Möglichkeit zu geben, sich vor der Kontrolle heimlich aus dem Staub zu machen, lassen die Beamten - dennoch immer gut erkennbar dank ihrer eindeutigen Uniformen - Passagiere weder aus der Bahn aus- noch in die Bahn einsteigen und verlangen jeweils das Vorzeigen eines gültigen Tickets.

So bleiben den geneigten, heutigen Schwarzfahrern nur noch zwei Dinge zu tun:

  1. Im richtigen Moment mit einem Fahrgast zusammen die Schranken zu passieren, um kostenfrei Metro zu fahren
  2. Und ebenfalls im richtigen Moment, dann wenn die Schaffner unterwegs sind, der französischen Sprache nicht mächtig zu sein

Wer erwischt wird und um das Bußgeld nicht herumkommt, hat die Möglichkeit, die Strafe sofort und mit französischer Bankkarte (evtl. sogar mit einer Kreditkarte, ist mir noch nicht passiert) zu bezahlen. Derjenige, der direkt die Schulden berappt, erhält sogar einen “Bonus”: Anstelle von 78 Euro sind dann nur noch 40 Euro fällig. Das lohnt sich, wenn man sich nicht allzu oft erwischen lässt. Französische Logik…

Happy Frauding! (frauder - frz. schwarz fahren, Anm.)

Sommerloch - vacances d’été

maxime-meer.jpgDieser Post ist ursprünglich vom letzten Jahr von meinem “alten” Blog, aber er ist im Jahre 2007 in leicht abgeänderter Form immer noch gültig ;-) Vielen Dank an dieser Stelle an Valérie und Fred, die mir das Foto von Maxime im Urlaub in Tunesien freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Merci beaucoup pour la photo!!! Elle est géniale et vous aurez une bonne bouteille de vin (de table, comme convenu avec Fred, héhé) en retour.

Genau genommen zählt ein französisches Kalenderjahr lediglich 10 Monate. Alle Anstrengungen sowohl geschäftlicher als auch schulischer Art konzentrieren sich auf die Zeitspanne Anfang September bis Ende Juni. Das gilt für das gesamte Land im Allgemeinen und für im Lyon im Speziellen. Während andere französische Städte in dieser Periode von Unmengen von Touristen heimgesucht werden, gleicht Lyon eher einer Geisterstadt als einer pulsierenden Metropole.

Dieser Umstand hat jedoch auch seine Vorteile: Es fahren weniger lärmende Autos auf den Straßen, und ich bekomme endlich jeden Tag einen sicheren Sitzplatz in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Ab Anfang September ist das Geschichte, denn da strömen Studenten erneut zuhauf an die Fakultäten und rauben mir die letzte Möglichkeit meines erholsamen morgendlichen Minutenschlafs vor dem Arbeitstag. Also werde ich dann wieder zum regelmäßigen Leser der kostenlosen Morgenzeitungen, die zwischen Juli und Ende August ebenfalls ihre Sommerpause einlegen.

Auch bei der Arbeit sind die Auswirkungen der Sommerferien spürbar: Nicht nur, dass wir im Sommer - zumindest auf dem Papier - weniger Wochenstunden zu arbeiten haben, wir werden auch von unserem Chef sehr freundlich und eindrücklich darauf hingewiesen, wir sollten doch bitte einen Großteil unseres Jahresurlaubs im Juli und August in Anspruch nehmen. Für den französischen Teil unserer Kollegen macht dies auch durchaus Sinn.

Für mich, die ich zwar in Lyon wohne, aber mich doch auch ab und an als Touristin fühle, sind die Sommermonate in dieser Stadt ideal: Endlich keine überfüllten Geschäfte, Bars und Metros. So macht’s noch mehr Spaß!

ERASMUS in Lyon - Erfahrungsbericht in der DAAD Publikation Generation ERASMUS

generation-erasmus-cover.gifEnde letzten Jahres wurde ich vom DAAD eingeladen, einen Erfahrungsbericht über meinen ERASMUS-Aufenthalt in Lyon zu verfassen. Das europäische, akademische Austauschprogramm ERASMUS plante zu dem Zeitpunkt die Publikation “Generation ERASMUS” im Rahmen der Feierlichkeiten seines 20-jährigen Bestehens.

Ich freute mich sehr über die Möglichkeit, zukünftigen Austauschstudenten von meinen Erlebnissen in Lyon während meiner Studienzeit 2002-2003 berichten zu dürfen.

Die Veröffentlichung ist nun auch im Netz als PDF herunterladbar. Mein Artikel befindet sich am Ende des Buches (da mein Familienname praktischerweise mit “Z” beginnt ;-))

Viel Spaß beim Lesen. Mir hat es viel Freude bereitet. Es ist schön zu sehen, dass viele Austauschstudenten ähnliche Erfahrungen gemacht haben und ähnliche Einsichten hatten (und immer noch haben).

Quelle Foto: Selbstgemacht, leider gelang es mir nicht, das Bild in besserer Qualität zu erhalten. Ich versuche es weiter.

Les Traboules - zu Fuß durch Lyons Hinterhöfe

Wer sich in Lyon bei dem derzeit sehr schönen Wetter körperlich verausgaben möchte, hat mehrere Möglichkeiten: Z.B. mit dem Leihfahrrad Vélo’v eine Stadtrundfahrt wagen, in eines der vielen Schwimmbäder in Lyon oder Villeurbanne gehen oder einen Marsch auf die Höhen des Stadtviertels Croix Rousse (4. arrondissement) durch die legendären Traboules machen.

hinweis-traboules.gifTraboules sind Hausdurchgänge, die (meist) zwei parallel liegende Straßen verbinden. Dabei wird der muntere Spaziergänger über Hinterhöfe, Treppen und Gassen geleitet.

Die Lyoner Traboules dienten ursprünglich den auf der Croix Rousse ansässigen Seidebetrieben dazu, ihre Waren auf schnelle Art in die Innenstadt zu liefern. Zur Zeit der Résistance wurden sie als geheime Durchgänge benutzt, um sich ungesehen von Gestapo und SS von einem Ort zum anderen zu bewegen.

durchgang-traboules-cour-voraces.gifHeute haben diese Durchgänge (Beispielfoto rechts, bitte auf das Bild klicken zum Vergrößern) vor allem touristischen Charakter. So gibt es mittlerweile einen ausgeschilderten Parcours, durch den man sich zu Fuß von Traboule zu Traboule (auch “trabouler” genannt) auf das Croix Rousse Plateau begeben kann. Der Parcours beginnt auf der Place des Terreaux. Selbstverständlich kann man den Weg auch von der Croix Rousse heruntertraboulieren. Aber ich finde, ein bisschen Anstrengung muss schon dabei sein ;-)

Zum Traboulieren halte man sich also an die Schilder (s. erstes Bild links in diesem Artikel), die den Weg mit Pfeilen andeuten. Dabei sollte man schon sehr genau hinsehen, um den richtigen Hauseingang zu wählen.

cour-des-voraces.gifDer berühmteste Innenhof ist die Cour des Voraces (zweites Bild auf der linken Seite, bitte darauf klicken, um es in voller Größe zu sehen), die sich am Ende des Rund- oder vielmehr Hochgangs nahe der Place Colbert im 4. arrondissement befindet. Zu Zeiten des Lyoner Lichtfestes Fêtes des Lumières werden hier sehenswerte Lichtspektakel vorgeführt.

Nach getaner Marscharbeit belohnt zum einen eine schöne Aussicht auf Rest-Lyon und zum anderen eine der vielen Kneipen, in der man sich abkühlen kann. Die Anwohner der Croix Rousse habe ich stets als sehr nette und umgängliche Menschen erlebt, die einen gerne ins Gespräch verwickeln.

Dieses Viertel finde ich eines der schönsten von Lyon und werde ihm daher demnächst einen eigenen Artikel widmen.

Quelle Fotos: Selbstgemacht