Velo’v - kleine praktische Wegbegleiter durchs Stadtchaos
Habe ich hier schon einmal behauptet, dass ich Fahrradfahrer in Lyon für Selbstmordgefährdete halte? Nein? Dann tun ich es hiermit. Die zumeist recht abenteuerliche (Auto-)Fahrweise meiner lieben französischen Mitbürger, der stets überhöhte Gehalt von (Auto-)Abgasen in der Luft und die Abwesenheit von (gesicherten) Radwegen halten mich meistens davon ab, die Stadt mit einem meiner liebsten Fortbewegungsmittel zu erschließen.
Seit Mitte vergangenen Jahres gibt es eine wunderschöne Neuigkeit in Lyon, die die Bürger dazu anregen soll, eher das Fahrrad als das Auto zu benutzen: Das Velo’v. Das ist ein beabsichtigtes Wortspiel mit “We love” und vélo, Fahrrad.
Neugierig wie ich bin, wollte ich das Fahrradausleihsystem natürlich testen. Ich habe es sogar überlebt, wobei der Umstand, dass ich gegen halb fünf Uhr morgens unterwegs war, sicher äußerst hilfreich war
Und so funktioniert das Ganze: Zu einer der vielen Fahrradstationen gehen (gibt’s an jeder Ecke), mit der Bank- oder Kreditkarte eine (Kurz- oder Lang-) Nutzerkarte erstellen lassen (geht im Normalfall sehr schnell, wenn das System mitmacht), Fahrrad auswählen, losfahren. Die erste halbe oder ganze (abhängig von der Nutzerkartenauswahl) Stunde ist kostenfrei, danach kostet jede Stunde unterschiedlich viel, wiederum je nach Kartenauswahl. Für Abonnenten der städtischen öffentlichen Verkehrsmittel (TCL) gibt’s attraktive Sonderkonditionen. Mehr Infos? Dann nichts wie zur französischen Infoseite zu den Velo’v.
Viel Spaß beim Strampeln!
Foto: Selbstgemacht, eine Velo’v-Station gleich neben der Oper.

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