Weihnachten in Frankreich und Deutschland

weihnachtskranzDemain c’est la fête des cadeaux en Allemagne. Oui, tandis que les enfants français devront patienter jusuq’au 25 décembre, les petits allemands seront comblés le 24 au soir. A part cela, il existent encore d’autres différences entre la fête de Noël en France et en Allemagne. Par exemple: On ne mange pas d’huîtres lors du réveillon et le sapin de Noël n’est posé et décoré que le 24. En dehors de cela, la fête de Noël dure un jour de plus en Allemagne ce qui fait que personne ne travaille le 26. :-)

Es weihnachtet: draußen ist’s - endlich richtig knackig - kalt, ich bin in Urlaub - bei meiner Familie -, das Kaminfeuer heizt - kuschelig - und ich nehme mir mal wieder anständig Zeit zum Bloggen! (Den Artikel zum Lyoner Lichterfest am 8. Dezember liefere ich nach, versprochen!!! Ist geschehen, bitte den Artikel unten dran lesen).

Wir Deutschen haben in Punkto Weihnachten und Vorweihnachtszeit ausgesprochen mehr Glück als unsere linksrheinischen Nachbarn: Der Tannenbaum wird in Frankreich Anfang Dezember in den Wohnungen geschmückt und aufgestellt, sodass die holde Nadelpracht pünktlich zum Fest bestimmt zum größten Teil schon abgefallen ist. Die ersehnten Geschenke werden erst am 25. Dezember ausgepackt, am 26. wird wieder regulär gearbeitet und es gibt in den meisten Teilen Frankreichs noch nicht einmal ein Nikolausfest!

Für mich war dies in diesem Jahr Grund genug, wenigstens bei meinen französischen Freunden das fehlende Nikolausbewusstsein zu schaffen. So hielten meine deutsch-französische Kollegin und ich alle dazu an, ein kleines Geschenk für den traditionellen Krabbelsack (oder fürs Wichteln) zu besorgen, kauften jede Menge Schokoladen-Nikoläuse (die in Frankreich fälschlicherweise ;-) Père Noël, also Weihnachtsmann, genannt werden, und verkleideten uns als Nikolaus und Knecht Ruprecht.

Insgesamt ließen sich unsere Franzosen sehr gut auf diese neue Erfahrung ein. Nur die Linzer Torte fand keinen reißenden Absatz. Aber nächstes Jahr versuchen wir das einfach wieder!

Ich wünsche schöne Festtage!

La Fête des Lumières - Lyoner Lichterfest

fetelumieres.jpgDas Lyoner Lichterfest - La fête des Lumières - findet jedes Jahr am und um den 8. Dezember statt. An diesem Tag danken die Einwohner Lyons Maria dafür, dass sie die Stadt vor der Pest bewahrt hat.

Im Jahre 1852 sollte am 8. September (Marias Geburtstag) die ihr gewidmete Statue auf dem Fourvière-Hügel eingeweiht werden. Jedoch musste die Feier aufgrund eines Hochwassers der Saône verschoben werden. So wurde der 8. Dezember (Mariä Empfängnis - Tag, an dem sie gezeugt wurde) neu bestimmt. Dort bedrohte ein Unwetter die Feierlichkeiten, jedoch verzogen sich laut Geschichtsaufzeichnungen die Wolken, und das Einweihungsfest konnte stattfinden.

Im gleichen Moment stellten die Lyoner kleine Kerzen auf ihre Fenstersimse und erhellten damit die ganze Stadt. Diese Tradition hat sich seit über mehr als 150 Jahre gehalten und seit 1999 findet auf großen und kleinen Schauplätzen in der Stadt eine Reihe von Lichterspektakeln statt. Diese werden oft musikalisch umrahmt und werden von Jahr zu Jahr aufwändiger.

Daher ist dieses Lichterfest zu einem Touristenmagnet geworden, der zwischenzeitlich mehr als 4 Millionen Besucher an einem Wochenende in die Stadt zieht.

Hier geht’s zum offiziellen Internetauftritt der Fête des Lumières (Update: 7.11.2007).

Mein Tipp: Wer sich nicht in der Innenstadt und in den Metros zertrampeln lassen möchte, versucht, sobald es dunkel wird, die wichtigsten Schauplätze zu besuchen (Bellecour, Place des Terreaux, St. Jean, St. Nizier, Place des Jacobins). Wochenendtage sind dringend zu meiden! Am Wochenende eher die “kleineren” Spektakel am Stadtrand bewundern. Vor und zur Zeit der Fête des Lumières werden an vielen Orten Flyer und Zeitschriften mit den genauen Adressen und Attraktionsbeschreibungen kostenlos ausgegeben.

UpDate für 2007.

Präsidentschaftswahlen 2007 - II - Les Présidentielles

Allez, je n m’en lasse pas: Allez voter l’année prochaine et votez bien. Tous contre Le Pen!

sego.jpg

Vor zwei Wochen wurde sie also als Präsidentschaftskandidatin der PS (Parti Socialiste) von den Parteimitgliedern nach nur einem Wahldurchgang bestimmt: Ségolène Royal, die erste Frau Frankreichs, die ernsthafte Aussichten auf das höchste französische politische Amt hat. Eine Umfrage nach den internen Wahlen hat ergeben, dass die meisten Franzosen froh sind, dass Ségo, wie sie gerne im Volksmund genannt wird, als Kandidatin zur Wahl stehen wird. Auf die Frage, warum sie sich für sie entschieden hätten, kam die knappe Antwort: “Sie ist eine Frau, das ist mal was Anderes.”

Nun ja, so sehr ich es gut fände, dass mehr Frauen in ein hohes Staatsamt gewählt würden, so würde ich mir doch auch wünschen, dass diese Frauen aufgrund ihrer politischen Ideen und ihres stichhaltigen Programms an die Spitze eines Landes kommen würden. Es bleibt abzuwarten, denn programmtechnisch hat sich Ségo noch immer nicht viel geäußert.

Dafür bekommt nun die konservative Partei UMP um Jacques Chirac, Dominique de Villepin und Nicolas Sarkozy (dieser wird umgangssprachlich übrigens gerne Sarko genannt) jede Menge Druck, denn während Ségo nun ihre Wahlkampagne gemütlich angehen lässt, hat die UMP noch nicht einmal ihren Kandidaten designiert. Nun soll sozusagen im Eilverfahren am 14. Januar der Auserwählte ernannt werden. Diese Wahl wird übrigens im gleichen Stil wie bei den Solzialisten parteiintern durchgeführt. Sarko hat vergangene Woche Donnerstag seine offizielle Bewerbung für die Kandidatenstelle bekannt gegeben.

Neben seiner Bewerbung werden des Weiteren die von Dominique de Villepin, Michèle Alliot-Marie (derzeitige Verteidigungsministerin) und eventuell sogar die von Jacques Chirac selbst erwartet. Chirac hatte erst kürzlich verlauten lassen, dass er über eine mögliche neue Kandidatur nachdenke.

Sollte sich Chirac nicht mehr aufstellen lassen, wird bereits über ein Wahlduell Sarko- Ségo spekuliert. Na, wenn ihnen da nicht der rege Kandidat des rechtsextremen Front National einen Strich durch die Rechnung macht: Jean-Marie Le Pen macht sich tatsächlich Hoffnungen auf den Elysee-Palast…

Weitere Artkel zur Präsidentschaftswahl 2007: