Besuch in Disneyland Paris

citrouille.gifIn Lyon zu leben hat viele Vorteile: Dank des TGV ist man sehr schnell an sehr schönen Orten. In rund zwei Stunden kann der geneigte Reiselustige nach Montpellier ( Meer!!!), Avignon (Provence), in den Massif Central, die Alpen oder gar nach Genf fahren.

Unser Ziel vergangenes Wochenende war Disneyland Paris, das ebenfalls mit dem technischen Wunderwerk TGV in zwei Stunden erreicht werden kann. Hierbei muss der Bahnhof “Marne la vallée - Chessy” angefahren werden.

eva-disney.gifSamstag hieß es also, morgens früh raus (fünf Uhr!!! Für mich als be- kennende Morgen- mufflerin eine echte Herausforderung) und um 6.20h in den Zug springen (da ist echt was los um diese Uhrzeit, naja, ok, der Zug fährt nicht nur bis Disneyland sondern weiter nach Lille, und von dort geht’s ruckzuck im Eurostar nach London).

buzz.gifAm Zielort angekommen, fielen wir aus dem Zug nahezu direkt ins Disneyland. Kurz in unser Hotel eingecheckt (im malerischen Disney Village, aus dem schon früh am Morgen amerikanische Hits aus Lautsprechern hallen) und dann ab in den Park. Da wir pünktlich zur Öffnungszeit (9 Uhr) da waren, konnten wir die am heißesten begehrten Fahrgeschäfte ohne lange Wartezeiten erledigen: Peter Pan (nett :-), Dumbo der fliegende Elefant (morgens um die Zeit sogar schwindelerregend!) und auch Pirates of the Caribbean (die Ausstattung dort war übrigens die Grundlage für den Filmdreh über Jack Sparrow und Konsorten).

Mein persönliches Highlight war jedoch die neue Anlage von Buzz Lightyear, da wir dort nicht nur passiv in unseren Kabinen saßen sondern aktiv am Geschehen teilnehmen konnten: mit “Laserpistolen” mussten wir auf alle blinkenden “Z” zielen. War ein Riesenspaß!

Und: ich habe natürlich auch das U-Boot Nautilus entdeckt und erkundet!nautilus-disney.gif

Dann noch eine Fahrt auf dem Mississippi Dampfer (namens Mark Twain :-) und ein Besuch in dem “Manoir hanté” (Spukhaus), von dem ich ziemlich enttäuscht war. dampfer.gif

Um 16 Uhr gab es dann in Halloween- Manier (der ganze Park war übrigens mit Riesenkürbissen geschmückt) eine Parade der Disney-Bösewichte.

bruce.gifAm zweiten Tag gingen wir in die Disney Studios, die direkt neben dem Park liegen (Tipp: Geht niemals an einem Sonntag in den Disneypark!!!). Dort ist etwas weniger los, da er kleiner ist und weniger Fahr- Attraktionen aufweist. Dennoch wird es ab Juni 2007 eine tolle Neuigkeit geben: Toon City mit einer Achterbahn aus “Findet Nemo”.

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  • Bilderquelle: eigene Fotos

    Präsidentschaftswahlen 2007 - I - Les Présidentielles

    Parlons politique! Il n’y a pas de raison de se faire de la peine (ou plutôt Le Pen! ;-) Allez! Votez bien parce que moi, j’en ai pas le droit.

    Am 22. April (und, falls ein zweiter Wahldurchgang notwendig wäre, am 6. Mai) stehen in Frankreich Präsidentschaftswahlen auf dem Programm. Diese finden alle fünf Jahre statt. Nach dem katastrophalen Ergebnis des ersten Wahldurchgangs im Jahre 2002, bei dem lediglich Jacques Chirac und Jean-Maire Le Pen für den zweiten Durchgang übrig blieben und der sozialistische Favorit Lionel Jospin den Kürzeren zog, sind bereits heute sämtliche Parteien - und natürlich die Medien - in Aufruhr.

    So ist derzeit vor allem die Kandidatenfrage um die présidentiables (also der Personen, die sich zur Wahl aufstellen lassen könnten) der beiden größten Parteien, der sozialistischen PS und der demokratisch- konservativen UMP, das Thema, das die politisch gesinnten Gemüter bewegt. Während die UMP diese Diskussion eher intern führt, gestaltet die PS ihre Kandidatenauswahl derart, dass die gesamte Nation daran teilhaben kann:

    So wurden in den vergangenen Monaten verschiedene Namen in den Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen gebracht: François Hollande (derzeitiger Parteivorsitzender), Dominique Strauss-Kahn (ehemaliger Wirtschaftsminister von 1997-99; auch bekannt unter seinem Akronym DSK), Jack Lang (französisches, politisches Urgestein, in der Vergangenheit mehrfacher Kultus- und Bildungsminister), Laurent Fabius (Premier Ministre von 1984-86, Wirtschaftsminister 2000-2002 und bekennender Gegner der EU-Verfassung) und Ségolène Royal (Präsidentin der Region Poitou-Charentes (Poitiers), Lebensgefährtin von Partei Premier François Hollande, mit dem sie vier Kinder hat).

    Nach der Schlappe des verlorenen Referendums zur EU-Verfassung am 29. Mai verzichtete Hollande auf seine Aussichten, Präsidentschaftskandidat zu werden. Seine Gefährtin Royal dagegen verzeichnete positive und stetig steigende Umfragewerte und ließ sich nun als Kandidatin zusammen mit DSK und Fabius aufstellen. Im September wagte der ehemalige Premier Minister Lionel Jospin einen letzten Versuch, sich ins politische Geschehen einzumischen und deutete vorsichtig seine mögliche Kandidatur an. Nach einem lauten Entsetzensaufschrei innerhalb der Partei ließ er jedoch davon ab.

    Auch Jack Lang hat - auf Anraten des Partei Premiers Hollande - seine Ambitionen auf einen Wohnsitz im Elysée Palast aufgegeben.

    Am 16. November wird der offizielle Kandidat der PS per Wahl der Parteimitglieder bestimmt. Falls es zu keinem eindeutigen Ergebnis kommen sollte, ist ein zweiter Durchgang für den 23.11. angesetzt.

    Was mich bei der oben beschriebenen Vorgehensweise der Sozialisten wundert, sind die offen ausgetragenen Diskussionen über potenzielle Kandidaten. Damit werden, so finde ich, interne, personelle und dabei auch persönliche Schwierigkeiten unter den Parteimitgliedern zu sehr nach außen getragen. Da ich jedoch Frankreich als ein Land erlebe, in dem generell viel, lange und kontrovers gesprochen und diskutiert wird, werden die Franzosen wohl meinen Einwand für unbedeutend halten.

    Weitere Artikel zur Präsidenschaftswahl 2007: