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Der Kleine Prinz in Ungersheim – Parc du Petit Prince

Am Anfang war der Meteorit: Im Jahre 1492 schlug ein Meteorit in einem Weizenfeld im elsässischen Ensisheim auf.

Grund genug für die Gründer des am 01.07.2014 eröffnenden Parc du Petit Prince, Jérôme Giacomoni und Matthieu Gobbi, den weltweit ersten Freiluftpark in Ungersheim, welches knappe 5 Kilometer von Ensisheim entfernt liegt, anzusiedeln. Schließlich wohnte der Kleine Prinz auf dem Asteroiden B612, und wer weiß, was nach seiner Rückkehr auf seinen Asteroiden geschehen ist? Vielleicht wollte er sich im schönen Elsass mit seiner Rose niederlassen? Eine gute Wahl für ein schönes Fleckchen Erde!

parcpetitprince-rose-kleber-strasbourgIn dem neuen Park des Kleinen Prinzen werden 31 Attraktionen sowohl Kinder als auch Erwachsene begeistern. Alle befassen sich natürlich thematisch mit Personen und Situationen aus dem Kleinen Prinzen. So gibt es zum Beispiel 2 Heißluftballons – den des Königs und den des Laternenanzünders – die den Park und vor allem das Elsass überblicken lassen.

Aber auch Schafe können gezeichnet (und mit ihnen getanzt), Füchse gezähmt und Schmetterlinge in all ihrer Artenvielfalt bewundert werden. 3D- und 4D-Animationen, ein Planetarium und selbst eine “Aérobar“, also eine Bar in der Höhe, werden geboten. Alles in allem sind die Attraktionen ähnlich wie im Futuroscope in Poitiers, wobei sich in Ungersheim (in der Nähe des Ecomusée übrigens) natürlich alles um St. Exupérys kleinen Prinzen dreht.

parcpetitprince-hautkoenigsbourgDie Parkgründer haben ihre märchenhafte Idee um eine der schönsten Erzählungen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gerankt, die auch heute noch Millionen von Menschen verzaubert.

Die Facebook Seite des Parks zählt mittlerweile auch schon knapp 20.000 Fans, und meine Kollegen von den Blogueurs d’Alsace (bei denen ich aktives Mitglied bin) haben sich so einiges einfallen lassen, um den “Buzz” zur Parkeröffnung perfekt zu machen.

parcpetitprince-rose-mulhouseSo haben wir zum Beispiel die rote Rose des Kleinen Prinzen unter ihrer Haube durch das halbe Elsass reisen lassen und haben regelmäßig Bilder zu ihrem Standort geteilt, zum Beispiel auf dem Kleber Platz in Strasbourg (erstes Bild im Beitrag, s.o) oder bei der Hochkönigsburg bei Sélestat (zweites Bild im Beitrag, s.o) oder wiederum in Mulhouse – Bild hier nebendran (zum Vrgrößern einfach daraufklicken).

zeichnemireinschaf-dessinemoiunmoutonDiese Woche läuft die Aktion “Bitte, zeichne mir ein Schaf”: Alle selbstgemalten Bilder mit Schafen, die auf Facebook mit dem Hashtag #parcpetitprince geteilt werden, erscheinen auf der offiziellen Facebook Seite des Parks. Also: nichts wie ran an die Malstifte, Straßenkreide oder Pinsel und Schafe malen, fotografieren und in den sozialen Netzen teilen.

Bei dem Wetter am besten gleich noch mit einem leckeren Eis dazu ;-)

Also, ab dem 01.07.2014, pünktlich zum Ferienbeginn in Frankreich, eröffnet der Park. Werdet Ihr hingehen? Preise, Ticketbestellungen und weitere Infos (jeweils noch auf französisch).

Videomaterial gibt’s hier im YouTube Kanal des Parks.

Aber: Man sieht nur mit dem Herzen gut… > viel Spaß!

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Wer ist Hans Trapp? Der elsässische Knecht Ruprecht

Dass Weihnachten in Frankreich und Deutschland zwei paar Stiefel sind, ist dank meines Posts aus dem Jahre 2006 hinlänglich bekannt. Und im Elsass ist das wiederum anders als beim Rest der Welt. Nein, ich meine nicht etwa den Straßburger “Christkindelsmärik“. Der hat ja gerade heute ein besonderes Gütesiegel verliehen bekommen und wurde als Europas bester Weihnachtsmarkt 2014 gekürt. Der Nürnberger ist übrigens nur auf Platz 5 gelandet, aber immerhin Dresden auf Platz 2.

Ich meine vielmehr den Weihnachtsmarkt in Wissembourg, der eine eigene Tradition hat und dort jedes Jahr den elsässischen Knecht Ruprecht, Hans Trapp (manchmal auch unter dem Namen Hans von Trotha oder Hans Trott bekannt), kurz vor Weihnachten in die Stadt schickt. Dabei ist er mit dem Christkindel unterwegs – welches aus mir unerklärlichen Gründen durch eine junge Frau verkörpert wird – sowie mit seinen legendären Raubrittern (eine Legende im wahrsten Sinne des Wortes).

christkindel-hans-trappDieses Jahr findet die “Ankunft von Christkindel und Hans Trapp” amm 22.12.2013 zwischen 17 und 18 Uhr auf dem Wissembourger Weihnachtsmarkt statt. Besonders brave Kinder werden von Hans Trapp nicht gerügt, sondern erhalten von Christkindel Bonbons.

Wissembourg ist die Heimat von Hans Trapp. Er hat Ende des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhunderts auf der Burg Berwartstein gelebt. Diese liegt im benachbarten Rheinland Pfalz.

Eine Frage stellt sich mir trotzdem: Wenn Hans Trapp der elsässische Knecht Ruprecht ist, wieso zieht er dann nicht zum Nikolaustag über den Weihnachtsmarkt und zwar mit dem Nikolaus? Der 06.12. wird nämlich im Elsass auch gefeiert: mit den typischen “Männele”, also den Nikolaus-Weckmännern.

Nun ja, letzten Endes sieht die Wissembourger Christkindel & Hans-Trapp-Legende vor, dass Christkindel Hans Trapp im Januar zurück auf seine Burg vertreibt, damit das Licht des Frühlings hervorkommen kann. Ist doch auch ganz nett.

In diesem Sinne: Kommt zum Wissembourger Weihnachtsmarkt und schaut Euch das mal selbst an und tragt Euch beim Facebook-Event ein.

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Roadtrip – mit dem Auto durch Andalusien

Zwei Wochen lang fast ausschließlich Sonne, von 43 Grad Stadthitze bis knapp 4 Grad bei Gewitter unter Hagelschauern in der Berggegend: Unser Trip durch Andalusien war einfach nur der Hammer! Gestartet in Strasbourg, Zwischenstopp in Barcelona, um dann bei unserem ersten Etappenziel, Sevilla, zu landen.

Dort haben wir uns zuerst mal an Tapas gütlich getan, und am nächsten Tag die Kathedrale von Sevilla in Angriff genommen. Natürlich sind wir zu Fuß die Giralda hinaufgegangen, das ist das Minarett der ehemaligen Moschee (diese wurde nach der “Reconquista” zerstört und im Zeichen der Christianisierung in eine Kirche umgewandelt – nur das Minarett wurde erhalten). Unter der ächzenden Hitze besichtigten wir noch das Réal Alcàzar, die Plaza de Espana und später noch das Viertel Triana, in dem man sehr gute Keramikprodukte kaufen kann.

Weiter ging’s von da aus mit dem Auto in die Heimatstadt des Sherry oder “Xerez”, nach Jerez de la Frontera. Eine Führung durch Tio Pepe‘s Kellerei und eine Sherry-Kostprobe waren hier obligatorisch!

Nach einem kurzen Abstecher in Arcos de la Frontera begann der bergige Teil des Urlaubs: Wir fuhren durch mehrere kleine, weiße Dörfer und fanden schließlich ein Hotel in einem spanischen Naturpark rund um 3 Seen in der Provinz Malaga.

Weitere Stationen führten uns nach Cordoba mit seiner unbedingt zu sehenden Mezquita, Granada, wo wir die beeindruckende Alhambra besichtigt haben (offizielle Alhambra-Seite mit online Ticketverkauf, die bereits einige Wochen vor Besuch der Anlagen dringend zu reservieren sind), über die Sierra Nevada und Alpujarras zu einem Abstecher nach Almeria (fürchterliches Touristenloch!) und schließlich nach Alicante/Altea, vorbei an Benidorm, das mit seinen hässlichen Touristentowern an Manhattan erinnert.

Wir haben viel gesehen, viel erlebt, sehr viele Bilder gemacht und uns dank der immer wieder abenteuerlichen spanischen Wegbeschilderung recht häufig verfahren. Selbst ein kleines Kaff wurde auf diese Weise eine groß erscheinende Stadt, aus der der richtige Weg hinaus kaum zu finden war…

Nur eines werde und würde ich mich nie gewöhnen: an das magere spanische Frühstück. Gewiss nicht teuer (ca. 3-3,50 €), aber mit einem kleinen getoasteten Baguette oder Brot, etwas Butter, Olivenöl (nicht immer) und lustigerweise immer wieder der gleichen Marmelade der selben Marke in ganz Andalusien und einer Tasse Kaffee werde ich nicht glücklich. Vor allem dann nicht, wenn der Preis für das Frühstück rein indikativ ist und stark variiert, sollte man aus Versehen noch ein Glas Orangensaft oder eine zweite Scheibe Brot wünschen.

Alles in allem war dies einer meiner besten Urlaube bis jetzt! Tolle Landschaften, schöne Häuser, einladende Patios mit Blumen und Keramik-verzierten Wänden und jede Menge sehenswürdige Kulturbauten. Wenn die Spanier nur endlich die Stierkämpfe abschaffen würden, und dann wäre da noch das Problem mit dem Euro und der schlechten Wirtschaft…

Wer sich auf seinen Reichtum verlässt…

… der wird untergehen!

So beginnt die gleichnamige Kantate von Georg Friedrich Telemann (1681-1767), die dem Konzert des Ettenheimer Kammerchors- und -orchesters unter der Leitung von Michael Hartenberg seinen Titel verleiht und mit einem Augenzwinkern anschließt: Barockmusik in Zeiten der Finanzkrise!

Ganz im Zeichen der geschmälerten Geldbeutel führen der Chor und das Orchester dieses Konzert eintrittsfrei auf (Spenden sind natürlich willkommen).

Von der o.g. Kantate sind bisher keine Aufnahmen zu finden (und wir haben Google wirklich in die Mangel genommen!), sodass Musikliebhaber des Barock auf ihre Kosten kommen werden. Wer weiß, vielleicht nehmen wir das Ganze auf und können die Aufnahme dann zur Verfügung stellen? Lohnen würde sich dies allemal, da die Kantate wirklich sehr schön ist.

Folgende Orchester- und Chorstücke stehen auf dem Programm:

  • Concerto D-Dur für 2 Traversflöten, Violine, Violoncello, Streicher und Basso continuo (TWV 51:D2) – G. F. Telemann
  • Kantate “Schaffe in mir Gott” (TWV 1:1238) – G. F. Telemann
  • Kantate “Wer sich auf seinen Reichtum verlässet (TWV 1:1597) – G. F. Telemann
  • Vier Motetten – Carl Philipp Emmanuel Bach

Konzertdaten:

Eintritt frei.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Weitere Informationen:
Presseartikel in der Badischen Zeitung (mit fehlerhafter Uhrzeit, da das Konzert in Ettenheimmünster bereits um 17h00 beginnt).

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Der Straßburger Weihnachtsmarkt – Christkindelsmarkt

Seit vergangenem Wochenende ist es wieder soweit: Der Straßburger Weihnachtsmarkt, traditionell und in elsässischer Mundart “Christkindelmärik” genannt, hat begonnen. Er be- und verzaubert seine Besucher wie jedes Jahr. An vielen verschiedenen Orten in der Stadt wurden die kleinen Holzhütten (“chalet”) aufgebaut und bieten ihre Produkte an: Neben den richtig guten Dingen, nämlich heimischem Glühwein (“vin chaud”) bis hin zu Biokäse, Brezeln, Flammenkuchen, gebrannten Erdnüssen und (hoffentlich) Raclette oder Fondue im Schweizer Dorf (die Schweiz ist dieses Jahr nämlich der Ehrengast des Marktes) rund um den Place Gutenberg findet sich auch allerlei Nippes an den Ständen. Aber das gehört mit dazu.

Direkt am Bahnhofsausgang befindet sich in diesem Jahr der “Marché du Terroir et de l’artisanat”, wo lokale Hersteller ihre Produkte verkaufen.
Der erste Weihnachtsmarkt in Straßburg fand im Jahre 1570 statt!

Wer noch auf der Suche nach einem Hotel ist (die sind während der Marktzeiten, vor allem am Wochenende, immer ausgebucht), sollte es einmal beim Apparthotel Victoria Garden in Bahnhofsnähe versuchen. Es liegt ungefähr 5 Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt, und die Innenstadt ist in knapp 10 Minuten zu Fuß sehr gut erreichbar.

Der Weihnachtsmarkt dauert in diesem Jahr vom 26.11.2011 bis einschließlich 31.12.2011.
Viel Spaß dort!
Zur Einstimmung das Video:


Marché de Noël 2011 à Strasbourg par VilledeStrasbourg

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Mit dem Rad durchs Elsass – Piste des Forts

Nach meinem beruflichen Trip nach Köln zur Zukunft Personal (meine siebte inzwischen) und unserem Vortrag zum weltweiten E-Recruiting dort, hatte ich eine Woche frei. Über das lange Wochenende haben wir uns einen Ausritt auf unseren Fahrrädern gegönnt, um den tollen Altweibersommer und die wohl letzten Sonnenstrahlen der Saison zu genießen.

Während in Straßburg die Rallye de France stattfand, haben wir uns auf die “Piste des Forts” begeben. Die insgesamt 85 Kilometer lange Strecke führt an 19 Befestigungen (Forts) vorbei, davon befinden sich 16 auf französischer und 3 auf deutscher Seite. Leider sind nicht alle Forts der Öffentlichkeit zugänglich. Wir haben uns eine Teilstrecke vorgenommen, die uns entlang einiger herrlicher Baggerseen führte. Ein Abschnitt ging durch den Wald hinter der Robertsau, auf der “Allée de la Digue”.

Für Durstige und Hungrige finden sich auf der gesamten Strecke kleine Restaurants, Bars und auch Hotels für diejenigen, die sich etwas länger in der Gegend aufhalten möchten. Für Inliner eignet sich der Radweg der Forts bedingt: Das Gros der Strecke ist zwar gut betoniert, aber es gibt immer wieder Abschnitte mit Kies- und Schotterwegen. Dafür also besser ein Paar Laufschuhe mit einpacken, um das Stück zu Fuß zu machen.

Übrigens gibt es in vielen Elsässer Fahrradläden und natürlich in der Straßburger Touristeninformation kostenfreie Radwanderkarten der Region!

Viel Spaß beim Radeln!

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Straßburg Wasser- und Lichterspektakel zu Ehren Tomi Ungerers

Das Schaffen des Straßburger (Kinderbuch-) Zeichner und Karikaturist Tomi Ungerer stand in diesem Jahr im Zentrum des alljährlichen Sommer-Wasser-Lichterspektakels beim Rheinbecken rund um die Mediathek André Malraux. Während wir letztes Jahr rein zufällig (da wir noch nicht wussten, wo sich dieses Hafenbecken befindet) am letzten Tag der phänomenalen Licht-, Wasser- und Musikshow dazu gestoßen sind, haben wir dieses Jahr unsere Sache besser gemacht: Der Anbieter Batorama, der hier täglich mehrere hundert (oder gar tausend?) Touristen durch die Wasserkanäle und Flüsse Straßburgs schippert, bot jeden Abend eine Sonderfahrt an, die die Mitfahrer bis direkt an das Geschehen heranfuhr. Also buchten wir Plätze und konnten dadurch aus allererster Reihe dem Spektakel beiwohnen.

Zudem hatte ich noch das Glück, genau auf der Seite des Schiffes platziert zu sein, von der man die Show am besten sehen konnte.

Hier zwei kurze Viedoausschnitte – übrigens finden jedes Jahr in den Ferienmonaten zwischen Juli und August jede Menge Veranstaltungen in Straßburg statt. Gerade erst vor einigen Wochen sahen wir zum Beispiel einige Jongleure, die im Rahmen des Straßenkunstfestivals auftraten. Sagenhaft! Das Artikelbild dieses Blogbeitrags (über die Homepage internautilus zu erreichen) stammt davon.

Selbstverständlich wurde auch dieses Jahr das Straßburger Münster wieder angestrahlt im Rahmen der “Illuminations de la Cathédrale”

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Lyon Confluence und Gare Jean Macé

War wieder einmal sehr schön letzte Woche in Lyon. Dort habe ich, nachdem ich nun seit einem Jahr in Straßburg lebe, wieder ein paar Tage verbracht.

Ich habe die Zeit genutzt, um mir das neu entstehende Viertel rund um den so genannten “Confluent” näher anzusehen. Viel war dort noch nicht los, aber es wird gut. Die Architektur in dem “Quartier” (das ist der Zusammenfluss der beiden Flüsse Rhône und Saône, die beide durch Lyon fließen. Die Innenstadt, die auf der Platte zwischen den beiden Flüssen liegt, wird ebenfalls Presqu’Île, also Halbinsel, genannt. Ist als Name natürlich ein bisschen übertrieben, aber das gibt der Stadt ein gewisses Flair von Meeresnähe) mutet modern an, ist aber nicht mein Stil. Besonders schön ist es ganz vorne am letzten Zipfel, wo die beiden Flüsse tatsächlich zusammen kommen.

Wie immer haben wir sehr viel zu Fuß erledigt, nachdem meine Jahreskarte für die Vélo’v-Fahrräder leider im April abgelaufen ist. Daneben haben wir die Lyoner Gastronomie genossen, unter anderem auch wieder das Brunch bei Pain & Compagnie. Da das Wetter nicht immer perfekt war, haben wir dem Lyoner Musée des Beaux Arts einen ordentlichen Besuch abgestattet. Dort sind definitv ein paar Hingucker zu finden, und man entdeckt einige Künstlernamen, die einem in Form von Lyoner Straßennamen wieder begegnen. Auf dem Rückweg von der Ninkasi Brauerei an dem renovierten und wieder in Betrieb genommenen Bahnhof Jean Macé vorbeigekommen. Den habe ich bei Dunkelheit fotografiert (siehe Bild im Post). Typisch für die Heimat des Lyoner Lichterfests Fête des Lumières war natürlich die Beleuchtung des Bahnhofs bei Nacht. Tolles Schauspiel! Schließlich standen auch die Traboules auf dem Programm und der Besuch einiger alter Freunde und Bekannte. Schön war’s!

Und noch was zum Schluss: internautilus erstrahlt in neuem Design! Alles selbst gemacht (bis auf das ursprüngliche Template :-)
Schönes Restwochenende!

Nicht-Straßburger zum Leihfahrrad System Velhop (auf französisch)

Nachdem ich bereits an früherer Stelle das Leihsystem der Velhop-Fahrräder im Vergleich zu den Lyonern Velo’v bemängelt habe, lasse ich heute eine französische Stimme zu Wort kommen. Diese Stimme ist nicht meine, sodass die im Beitrag geäußerten Meinungen nicht unbedingt der meinen entsprechen. Bezeichnen wir sie der Einfachheit halber (und um dem Wunsch nach Anonymität nachzukommen) mit S.A.

Viel Spaß!

J’arrive de Lyon et là-bas il y a le Vélo’v qui fait le bonheur de milliers de lyonnais, et en particulier le mien… Cela est extrêmement pratique. Avec un réseau de 340 stations, proposant 4000 vélos à Lyon et Villeurbanne, on le prend dans une station et on le repose dans la station de son choix. Tout ceci pour un prix tout à fait convenable pour l’usage que l’on peut en avoir (15 €/an pour la carte et toujours 30 minutes ou 1 heure gratuites – selon les modalités d’abonnement – à chaque emprunt d’un vélo). Il existe également des formules de courte durée (carte d’1 journée : 1 € et carte de 7 jours : 3 €). Bref un système idéal.

Quand je suis venue à Strasbourg, j’étais ravie d’apprendre l’apparition du Vélhop. J’ai vite déchanté quand j’ai vu les conditions de cette formule.

  • Uniquement quelques stations dans la ville (3 pour le moment et une vingtaine prévue en 2011),
  • Emprunter et reposer le vélo au même endroit alors que tout l’intérêt de ces formules est d’emprunter à un point A pour se rendre à un point B sans avoir à garder le vélo en sa possession risquant le vol ou la dégradation.
  • Un prix élevé pour une location occasionnelle:
    - location en station : 1 € / heure et 5€ / 12h de location
    - location en boutique : 5 € / 12h et 15€ / semaine
  • Un prix exorbitant pour une location complète:
    - 29 € / mois – 59 € / trimestre – 151 € / an (avec des réductions possibles pour les moins de 26 ans ou abonnés CTS – 99 € /an)
    - Caution de 150 € / an
  • Dans ce cas de location complète, vous faites un état des lieux au moment de l’emprunt et devez vous rendre en boutique tous les 3 mois pour une vérification. Toute dégradation est à votre charge (hors frais d’usure normale).

    Je trouve qu’il n’y a aucun intérêt à louer un vélo sur une période longue car les frais de location représentent déjà le prix d’un vélo neuf, à cela, vous ajoutez les frais de dégradation à votre charge et donc un gros risque de ne jamais revoir sa caution de 150 €. A ce tarif, mieux vaut acheter un vélo d’occasion à 50 € qui n’attirera pas les convoitises et au pire s’il est volé, vous ne perdrez que 50 €) car on sait tous que les vélos se font voler et dégrader régulièrement.

    Je ne comprends pas la ville de Strasbourg qui est précurseur en terme d’écologie, de transports doux, de respect de l’environnement mais qui propose une formule aussi peu incitative en terme de location de vélo.

    De nombreuses villes en France ont fait le choix de proposer la location de vélo telle que Lyon la propose et Strasbourg arrive le dernier en proposant une formule très en retard sur les autres.

    C’est dommage car ça n’incitera pas les non utilisateurs de vélo actuels de s’y mettre, ce qui je pense était normalement le but comme ailleurs pour augmenter encore la part des cyclistes qui est déjà bien supérieure à la moyenne. Avec cette formule, je ne m’y mettrai pas alors que j’ai immédiatement été séduite à Lyon.

    Restaurantkritik – CasaPetito in Strasbourg

    Nachdem ich von meiner knapp viertägigen Geschäftsreise nach Köln gut ausgepowert, aber sehr glücklich zurückgekehrt bin, hatte ich Lust, mal wieder die Gelegenheit zu ergreifen, eines der vielen kleinen Restaurants in meiner neuen Wahlheimatstadt Straßburg auszuprobieren.

    Dieses Mal ging es also ins CasaPetito, das in der 10, Rue Graumann – nicht unweit des Einkaufszentrums Les Halles – liegt. Der Name verrät es (wenn auch nicht alles): Es handelt sich um lateinamerikanische Speisen, vor allem um Tortilla. Daneben gibt es jedoch auch für diejenigen, die es klassischer mögen, Pizza.

    Das Konzept überzeugt: Durchweg Bio (und wenn nicht bio, dann werden die Produkte wenigstens von kleinen, lokalen Bauern bezogen). Der Tortilla- und Pizzateig werden aus Dinkel und Mais hausgemacht. Selbst die Crêpe als Dessert werden direkt vor Ort frisch zubereitet. Die Preise sind für Strasbourg mehr als fair, auch wenn man den Daten auf der Karte im oben stehenden Link nicht mehr trauen sollte. Hier kann man zu zweit für insgesamt knapp 30 Euro mit Hauptspeise, Glas Wein und Nachtisch sehr gut satt werden. Ich nehme an, dass die Eigentümer des Restaurants trotzdem noch eine sehr gute Gewinnmarge erzielen werden: In meinem “Rosbif New Yorkaise” Wrap war nämlich das Rindfleisch kaum heraus zu schmecken. Dafür aber eine Menge Rotkraut ;-)

    Trotzdem: Ein empfehlenswertes Restaurant mit ruhigem und stilvollem Ambiente und sehr zuvor kommendem Personal. Ein kleiner Tipp zum Schluss: Wenn Sie dort zur Mittagszeit essen gehen, reservieren Sie vorab einen Tisch. Zu der Zeit scheint es hier proppenvoll zu sein.

    Guten Appetit!

    Blog zu internationalen Reise- und Freizeitaktivitäten mit Tipps und Tricks