Mountainbike: Avalanche World Cup Lyon 2009

Das hat richtig Spaß gemacht, den Jungs (und auch den paar Mädels) zuzusehen, wie sie die Mountainbike Piste in der Nähe des Fourviere-Hügels hinabgesaust sind! Denn dort fand vergangenes Wochenende, am 2. und 3. Mai 2009 der international Avalanche Cup statt.

Das Wetter hat mitgespielt, wir haben die frische Luft samt etwas stärkerer Windbrise genossen und sind eifrig an den Hängen herumgekraxelt.

Besonders beeindruckend ist es, wenn die Fahrer einen Sturz hinlegen, denn dort sieht man erst, wie gut und versiert der Kandidat ist. So haben wir einige imposante Kunststücke gesehen, bei der hin und wieder auch mal die Rennmaschinen durch die Luft wirbelten. Das Publikum hat sich immer fair verhalten und hat jeden Abgestürzten durch Klatschen und Zurufen zum Weitermachen angetrieben. Wo sieht man heute noch so was im Leistungssport? Der beste Sturz war der, bei dem der Fahrer noch sein Lenkrad zurechtbiegen musste, um weiterfahren zu können.

Wer gewonnen hat, kann ich nicht sagen, aber dafür war ich ja auch nicht da. Ich wollte einfach mal wieder etwas Mountainbike Luft schnuppern und das hat gutgetan.

Weitere Infos zum Wettbewerb: Avalanche Cup 2009

Frühlingsgefühle in Lyon - Unterwegs mit dem Fahrrad: jetzt doch!

Die Lyoner Sonne weckt mich aus dem Winterschlaf, und ich muss gestehen, dass ich meine Meinung zu den “kleinen, praktischen Wegbegleitern, den Leihfahrrädern Vélo’v” geändert habe: Ich bin zur Vélov-Anhängerin geworden. Seit Anfang April habe ich dank meiner TCL Monatskarte ein Spezialabonnement für die lustigen rot-silbernen Fahrrad-Ungetüme: Für gerade mal 5 Euro im Jahr kann ich an einer der unzähligen Stationen mein Velo mieten und drauflos fahren. Die erste Stunde ist für mich sogar kostenlos - wie gesagt, dank meiner öffentlichen Verkehrsmittel Monatskarte. Normalerweise ist immer jeweils die erste halbe Stunde Fahrradstrampeln gratis.

Jedenfalls nutze ich den Leihservice seit diesem Monat regelmäß und freue mich über jede Gelegenheit, z.B. abends nach der Arbeit oder am Wochenende ein Stück Fahrrad zu fahren. Zum Beispiel entlang der Berges du Rhône oder auf dem seit 2008 bestehenden Fahrradweg zwischen dem Bahnhof Part Dieu und Meyzieu. Dieser Radweg beträgt an die 17 Kilometer und verläuft entlang der Tramway T3.

Seit meinem letzten Heimatbesuch in Deutschland habe ich nun auch endlich meine Inliner eingepackt, und werde damit bald auch fahren. Der Sommer kann kommen!

Weitere Quellen:

Suzanne Vega in Lyon - Salle Molière

Tolle Frau, tolle Stimme, tolles Konzert! Seit Jahren läuft mir Suzanne Vega - rein sinnbildlich gesprochen - immer wieder über den Weg, vor allem seit ich mir 1996 in London ihre erste CD (die damals schon etwas älteren Datums war) bei Tower Records gekauft habe. Daher sind ihre Lieder und ihre Musik für mich voll von tollen und sehr verrückten Erinnerungen an eine Zeit zwischen Abitur und Studium, die viel zu schnell vorbeiging.

Durch reinen Zufall entdeckte ich vor knapp zwei Wochen, dass diese Sängerin nach Lyon kommen würde, um im Salle Molière ein Akustik Live Konzert zu geben. Also, nix wie los zur FNAC und Karten besorgt.

Nachdem ich den mir unbekannten Salle Molière endlich gefunden hatte (dabei ist er so einfach zu finden, und ich bin bestimmt schon 300 Mal daran vorbei gelaufen auf meinem Weg von Vieux Lyon nach St. Paul, entlang am Saône Ufer) und mir unterwegs ein Mann erzählte, dass er Suzanne Vega zum zweiten Mal in Lyon live spielen hörte - das letzte Mal war vor 20 Jahren gewesen… - nahm ich mitten im Theatersaal Platz und zwar in der sechsten oder siebten Reihe genau vor ihrem Mikrofon.

Den Abend begann sie mit “Marlene On the Wall”, ausgerechnet eines der Stücke, die von ihrer ersten CD stammen. Überhaupt war der ganze Abend voll mit Songs von diesem ersten Album. Mein persönliches Highlight war dabei “The Queen and the Soldier” (love that song!!!). Von ihrer neuen Platte “Beauty and Crime” sang sie unter anderem “Frank and Ava”, “A pornographer’s dream” und “New York is a Woman”.

Heute habe ich ihren Tour-Blog entdeckt, wirklich lesenswert. Ich wünschte, sie hätte während des Konzerts noch mehr von sich und ihren Liedern erzählt. Ich frage mich, ob sie sich mit dem Geschichten Erzählen nichts etwas zurückgehalten hat, weil sie das französische Publikum nicht mit ihrer englischen Plauderei in Verdruss bringen wollte (oder hatte sie ganz einfach nur ein schlechtes Gewissen, weil sie so wenig französisch sprechen konnte?). Ist doch egal, nur raus mit den Infos!

Hier noch ein Link zu einem Konzertvideo aus Lyon (danke an den Filmer) und das Foto oben, das Jessie in Toulouse gemacht hat (merci).

Unterwegs nach Köln - Reise mit Hindernissen und Pannen

Wie in jedem Jahr ging es auch dieses Jahr berufsbedingt nach Köln zur Messe Zukunft Personal, ein Ereignis, auf das ich mich jedes Mal erneut freue.

Wir fuhren zu zweit um 11h30 von Lyon weg und setzten unseren Chef zunächst bei sich zu Hause ab (ein Umweg von knapp einer bis anderthalb Stunden). Auf der weiteren Fahrt nach Köln gab es dann eine Autopanne (das Abgasrückführungsventil, ohne das man nicht vom Fleck kommt, machte nach anderthalb Stunden schlapp), sodass wir dann eine dreiviertel Stunde am Autobahnrand und mitten in der Pampa herumstanden und auf den Abschleppdienst warteten. Der kam dann auch, befand das Auto für fahruntüchtig und kutschierte uns gute 40 Minuten in ein kleines Kaff Richtung Schweizer Grenze (das war leider gar nicht in unserer Fahrtrichtung).

Nach längerem Hin und Her - die Versicherung hatte auch noch ihr Wörtchen zu sagen - stand dann fest, dass das Auto frühestens tags drauf um 8h30 morgens mit einem neuen Ventil versehen werden könnte und dass wir einen Mietwagen bräuchten. Nur leider waren sämtliche Mietautos im näheren Umkreis vergeben, und so erhielten wir gegen 17 Uhr Bescheid, dass es in Pontarlier (das ist schon fast in der Schweiz) noch einen Wagen gab.

Pontarlier lag eine Autostunde von unserem Warteplatz entfernt und kurz vor 19h kam dann endlich das schon viel früher angekündigte Taxi, das uns im Eiltempo und über Strecken, die keine Landkarte kennt, nach Pontarlier brachte. Denn wir hatten nur bis 20 Uhr Zeit, unseren schicken Picasso neuesten Modells abzuholen. Dank des umtriebigen Taxifahrers (sehr netter Mensch von der Réunion Insel) legten wir die Strecke in weniger als einer Stunde zurück und konnten dann die Reise nach Köln antreten.

Um drei Uhr morgens kamen wir schließlich abgekämpft im Hotel an, ruhten uns ein wenig aus, und um 8h30 ging’s zur Messe, während der Firmenwagen, irgendwo in einem französischen Kaff, mit einem neuen Ventil ausgestattet wurde ;-)

Aber die Messetage waren wunderbar, und dank Adrenalin hält man schon mal zwei bis drei Tage ohne Schlafen durch. Nach der Messe habe ich mir dann ein paar freie Tage bei meiner Familie gegönnt. Da hatte ich wesentlich mehr Glück als meine anderen beiden Kollegen, die nach der Messe mit dem zweiten Firmenwagen von Köln aus wieder Richtung Lyon losgefahren waren und auf dem Rückweg mit einem geplatzten Reifen zu kämpfen hatten. Das war wirklich Pech auf der ganzen Linie für das gesamte Team.

Sommerzeit: Alle Mann nach draussen und Lyon Magazine

Kino unter den Sternen, Bild von der 2007 EditionSommer, Sonne und Urlaub. In Lyon ist wieder Ferienzeit angesagt. Um den Bewohnern, die zu Hause geblieben sind, das Urlaubsleben in der Stadt möglichst angenehm zu gestalten, gibt es wie in jedem Jahr die Auflage der absolut kostenfreien “Tout le monde dehors” - Events:

250 Veranstaltungen stehen auf dem Programm, darunter Freiluft Kino, kostenfreie Tanzkurse, Konzerte und Theateraufführungen. Zugegeben, vieles im Programm ist auf ein jüngeres und jüngstes Publikum ausgerichtet. Aber einige der Kinosessions bieten Filmklassiker, und die Tanzveranstaltungen sind eher von älteren Semestern besucht. Die Internetseite mit den einzelnen Programmpunkten ist sehr gut gemacht, denn es werden tagesaktuell die verschiedenen Ausgehmöglichkeiten angegeben.

Das Gesamtprogramm steht hier als PDF-Download zur Verfügung. Tout l’monde dehors läuft noch bis einschließlich 13. September.

Zum Schluss habe ich einen Linktipp zu einer Seite, auf die ich kürzlich dank MyBlogLog aufmerksam geworden bin, und die sich zu 100% mit aktuellen Themen rund um Lyon beschäftigt. Die Seite ist auf französisch: Lyon Magazine. Viel Spaß beim Surfen, sowohl im Internet als auch auf dem Meer :-)

Bild: mit freundlicher Genehmigung der Veranstalter: Bildaufnahme einer Cinéma sous les Etoiles Aufführung aus dem Jahr 2007

Fourviere entjungfert ;-) Renovierungsarbeiten an der Marienstatue und der Basilika

fourviere-marienstatue.jpgWie ich bei Radio Scoop erfahren habe, wird die Marienstatue heute um 18 Uhr zur Restaurierung von der Kathedrale entfernt. Schon seit einiger Zeit sind Teile der Basilika auf dem Fourvière-Hügel in Gerüst verpackt. Die Arbeiten werden mindestens bis ins Jahr 2011 hineinreichen, sind aber dringend nötig: Der Sockel, auf dem die Statue steht, wurde beim Jahrhundert-Sturm 1999 (das war doch der Lothar!) beschädigt und im Jahre 2003 schlug zu allem Überfluss noch der Blitz ein. Ansonsten werden das Dach ausgebessert und einige Risse an Innenwänden der Kiche restauriert.

Weitere Infos mit detaillierter Beschreibung der Arbeiten.

 

 

 

Bildnachweis: Lyon 20 Minutes, Ausgabe vom 28.05.2008

Biennale des Lions 2008 in Lyon - Stadt frei für Löwen und Eisbären

lion-pont-vers-st_jean.jpgSeit dem Jahre 2004 werden in Lyon alle zwei Jahre (daher biennale) Löwen-Statuen in der Stadt aufgestellt. Der König der Tiere ist das Emblem der Hauptstadt der Region Rhône-Alpes.

ours-perrache.jpgDas diesjährige Thema ist Lyon-Québec: lions-nous (lasst uns uns verbinden/ verbünden) und erinnert damit an die Gründung der Stadt Québec vor 400 Jahren. Aus diesem Grunde werden vom 10. April bis 3. Juli 2008 neben den traditionellen Löwen auch die für Nordkanada typischen Eisbären ausgestellt. Insgesamt sind 69 Exponate (die Zahl entspricht der Kennzahl des Départements Rhône) über verschiedene Schauplätze Lyons verteilt, darunter 30 Löwen und 39 Eisbären. Diese wurden von 69 französischen, kanadischen und internationalen Künstlern bemalt, dekoriert, umgebaut, etc.

ours-vers-st_jean.jpgAm 3. Juli, also am Geburtstag der Stqdtgründung Québecs, werden die Figuren in einer öffentlichen Auktion versteigert. Der Gewinn wird unter Künstlern, karitativen Einrichtungen in Frankreich und Québec und dem Verein zur Organisation der Biennale zur Finanzierung zukünftiger Ausstellungen aufgeteilt.

Die nächste Löwenschau wird unter dem Motto Lyon-Shanghai 2010 zu bewundern sein… solange sich die französisch-chinesischen Beziehungen aufgrund des Tibetkonflikts nicht noch weiter verschlechtern.

Hier geht’s zur offiziellen Homepage der Biennale 2008. Wer sich alle 69 Werke ansehen möchte, findet hier einen Plan mit allen Stationen.

Ich war letztes Wochenende mit Freunden unterwegs und habe einige Tiere abgelichtet. Bitte zum Vergrößern auf die kleinen Bilder klicken. Weitere Bilder folgen in den nächsten Tagen :-)

Parcours du Coeur - Lyon in Bewegung für einen guten Zweck: die eigene Gesundheit

affiche-parcours-du-coeur.jpgNächsten Samstag, am 26. April, findet in Lyon der Lauf fürs Herz statt. Zwischen 9 und 13 Uhr können sich Freunde, Familien, Bekannte, etc. auf den Weg machen, um die 6,5 km betragende Strecke zwischen dem Parc de la Tête d’Or und dem Parc de Gerland entweder zu Fuß, per Fahrrad oder mit Inlinern zurückzulegen. Der größte Teil der Strecke verläuft entlang der Rhône, auf den Berges du Rhône. Jeder Teilnehmende spendet sympbolisch 1 Euro (oder mehr, wenn er möchte).

Unterwegs gibt es verschiedene Stationen und Informations- (und, seien wir ehrlich) Werbestände von lokalen Einrichtungen und Verbänden. Für die registrierten und zahlenden Teilnehmer gibt es einen kostenfreien Verpflegungsstand (mit Äpfeln, Wasser und Müsliriegeln).

Das Ereignis wird in vielen verschiedenen Städten Frankreichs angeboten und geht aus von der Initiative der Fédération Française de Cardiologie, um die Menschen darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es für die Gesundheit ist, regelmäßig Sport zu treiben.

Mehr Informationen gibt’s auf der offiziellen Seite des Parcours. Und hier geht’’s zur Pressemeldung 2008.

Ich habe ebenfalls vor, mit einigen Freunden dort zu sein. Wir gehen das Ganze wohl eher gemütlich zu Fuß an. Ich bin gespannt, auf welcher der vielen péniches wir dann letzten Endes landen, um unseren Durst zu löschen… ;-)

Vokabelcheck: poisson d’avril vs Aprilscherz

poisson-avril.jpg

Niemand weiß so recht, weshalb in Frankreich der Aprilscherz poisson d’avril, also Aprilfisch, genannt wird. Um die Entstehung des Ausdrucks ranken sich verschiedene Hypothesen und Anekdoten:

  • Der französische König Karl IX beschloss im Jahre 1564, den Jahresanfang vom 1. April auf den ersten Januar zu verlegen. Einige Querköpfe beharrten jedoch auf das ursprüngliche Datum und machten sich der Tradition gemäß Neujahrsgeschenke. Andere wiederum, die den Querköpfen eines auswischen wollten, übergaben Spaßgeschenke und spielten Streiche. Das erklärt natürlich immer noch nicht das Wort Fisch.
  • Eine weitere Hyptohese hingegen beschreibt, dass der erste April häufig gegen Ende der Fastenzeit war. Da während der Fastenzeit aus Glaubensgründen kein Fleisch, sondern Fisch gegessen wurde, bekamen manche, die besonders darauf aus waren, wieder Fleisch essen zu können, einen falschen Fisch geschenkt.

Und woher kam der Brauch in Deutschland? Laut Wikipedia geht eine der Legenden ebenfalls auf Karl IX und seine Kalenderänderung zurück.

Kurze Anmerkung zum Schluss: Dieser Post ist KEIN Aprilscherz :-)

internautilus.com auf Tour bei citytrip.ch

Hier eine Lyoner Stadtbeschreibung auf dem Blog von citytrip.ch, die ich im Auftrag von trigami und citytrip verfasst habe. Viel Spaß beim Lesen!

Hier geht’s zum Artikel.